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MÖRSER "V" - Review

Grundgütiger! Wenn unser ehrenwerter Torsten ein Album weiterreicht, mit den begleiteten Worten, dass es ihm zu strong sei, dann kann es sich wohl nur um einen gepflegten Angriff auf das heavytative Nervensystem handeln.

Oder fehlten ihm buchstäblich die Worte? Und richtig, Mörser machen keine Gefangenen und stampfen jedem, der den Versuch unternimmt das Album am Stück zu hören, die Kappe in den Hirnkasten. Der Wunsch Extreme auszuloten ist genauso nachvollziehbar, wie das Verlangen seinen Gegner aus dem Panorama zu wuchten bzw. von seinem jämmerlich Dasein zu befreien. Mörser haben hierfür den akustischen Krieg gewählt, dessen Führung sie in einzigartiger Weise beherrschen. Das erklärte Ziel ist also klar definiert. Unser Torsten ist gar nicht erst angetreten, zu groß die Angst, dem Wahnsinn anheimzufallen oder gar die weiße Fahne rausholen zu müssen.

Mörser gründeten sich im Jahre 1996, stammen aus Bremen, haben bisher 3 Studioalben veröffentlicht und kehren nach fünf Jahren ins Schlachthaus zurück, um mit "V" das 4. Album auf die Menschheit loszulassen. Starker Tobak! Vernichtend brutal, gnadenlos und ohne Kompromisse reißen Mörser mit ihrem Grind / Death alles auseinander, was dem menschlichen Ohr akustische Informationen senden könnte. Der Arbeitstackt gleicht den Bewegungen eines Pleuels, das nicht mehr lange im Kurbelgehäuse des völlig überlasteten V8-Motors verweilen wird. Freunde, ich glaube, hier müssen wir den Sportmodus aktivieren, damit einer sachlichen Bewertung nichts im Wege steht.

Runde 3 überstanden? Ok, denn spätestens nach drei Durchläufen eröffnen sich dem tapferen Zuhörer Feinheiten, die anfänglich durch pures Entsetzen die Wahrnehmung vernebelten. Nein, ihr sollt euch das Album nicht schönhören. "V" ist ohnehin nicht für jedermann zugänglich, aber eins liegt auf der Hand: Mörser können mehr als nur oben drauf hauen. Das Langeisen ist voll von Killer-Riffs, vertrackt und verzwickelten Passagen und äußerst interessanten Strukturen, die zwischen Wahnsinn und Overload ins Zielgebracht werden. Überall da, wo sich Soundlücken, Pausen oder gar Harmonie aus dem Dunkel ins Licht wagen, wird alles "dichtgegrunzt", "weggebrüllt" und "zugeschrien". Wo hat man das schon, von 3-4 Leuten gleichzeitig angeschrien zu werden? Richtig, auf einem Mörser-Album!

Am 29.1.15 präsentierte der Achter eine erste Kostprobe in Form eines Videos via YouTube. "All To Suffer", so der Titel des Tracks, gibt einen kleinen Einblick in das, was euch mit voller Härte bestrafen wird. Allerdings enthält das Album weitere Songs, die diesem Track das Wasser reichen können, wenn nicht sogar besser sind. (Anspieltipp: "Of Grenades" - 10) 1-2 "Of Grenades" mehr und ich hätte die 8 gezückt. Hammersong! Produktionstechnisch ist "V" auf der Höhe, hätte aber durchaus etwas mehr Transparenz verdient. Unterm Strich bleiben eine rekordverdächtige Anzahl von Nervenzusammenbrüchen, sportliche Höchstleistungen, interessante Songstrukturen, tödliches Riffwerk, 2-3 Highlights und pures Erstaunen, dass auf "V" der Aggression wohl keine Grenzen gesetzt wurden.

Dirk

7,5/10 Tal/k)ern

Hier noch einmal das beachtliche Line-Up: Deep Vocals - Denny, Scream Vocals - Grabi, Brutal Vocals - Chaco, New Vocals - DC, Guitar - Svenion, Guitar - Sven, Bass - Matze, Drums - Andrè


VÖ: 27.2.2014 Label: Speckflag Records



 

Disquiet - The Condemnation - Review

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