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Death Karma "The History of Death & Burial Rituals Part One" - Review

Also ich wäre mächtig sauer, wenn ich ein derart passables Album abgeliefert hätte und ich diesen matschigen Sound akzeptieren müsste. Absicht oder ungewollte digitale Übersteuerung?

Mir ist schon bewusst, dass Bands vom Schlage Death Karma durchaus keine Hochglanzproduktion auffahren wollen, aber was hier in meine geplagten Ohren klettert, ist einfach nur übersteuert. Sollte es an dem lausigen Promo-mp3 liegen, bitte ich meine Worte zu entschuldigen.

Nun aber zu Death Karma, denn die Prager Black Deather haben hier ein wirklich abwechslungsreiches und sehr interessantes Werk vom Stapel gelassen. Das Debütalbum der 2012 gegründeten Tschechen glänzt durch überwiegend eingängige Songs, die mit viel Detailverliebtheit und Atmosphäre zum Leben erweckt wurden. Obwohl Death Karma Keyboardsounds einsetzen, wirkt das totbringende Gebräu weder kitschig noch überladen. Die Finsteren Mächte haben also noch genug Platz, um sich zünftig und mit aller Boshaftigkeit zu entfalten. Ein Blick auf die Tracklist verrät, Death Karma haben sich in den betreffenden Songs einem Totenkult gewidmet, der dem jeweiligen Land zuzuordnen ist. Und richtig, Stimmung und Sound passen zum Thema und machen das Album genauso vielfältig wie die unterschiedlichen Riten. Ob hängende Särge in China oder die Totenumbettung in Madagaskar, Death Karma begeben sich mit ihren Songs in die Welt alter Rituale bzw. holen den Hörer ins Reich der Toten. Wirklich gut umgesetzt! "The History of Death & Burial Rituals Part One" ist wieder einmal eins von den Underground-Alben, das mit besserem Sound wesentlich mehr Aufmerksamkeit auf sich lenken würde. Tödliche 7 Tal(k)er!

 

Der Prior

7/10 Tal(k)ern


Tracklist "The History of Death & Burial Rituals Part One"

  1. Slovakia - Journey of the Soul
  2. Madagascar - Famadihana
  3. Mexico - Chichén Itzá
  4. Czech Republic - Umrlcí Prkna
  5. India - Towers of Silence
  6. China - Hanging Coffins

VÖ: 13.2.2015  Label: Iron Bonehead



 

Echelon "Vivito! Creato! Moritor!“ 2014

Echelon gehören zweifelsohne zu den Bands, deren Werke der gemeine Zuhörer nicht in einem Atemzug erfassen kann. Betrachtet man die ernsthaften und morbiden Themen etwas näher, die Echelon auf ihrem 2014er Album verarbeiten, dann machen es die Österreicher sich und dem geneigten Fan wirklich nicht leicht. Man muss sich regelrecht auf die Musik einlassen und in die Welt von Echelon eintauchen, um nicht seelisch und geistig wegzubrechen, bevor die letzten bestialischen Worte verklungen sind und der alles beendende grausame Tod gestorben wurde. Wahrlich keine Musik, die dich aufbaut bzw. positiv denken lässt. Echelon behandeln auf "Vivito.." die Grausamkeiten des Krieges, die Abgründe menschlichen Daseins und verpacken diese in abartigste Impressionen überlieferter Geschichte aus dem vergangenen Jahrhundert.

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