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EVERTALE "Of Dragons And Elves" Album Review

Na wer sagt's denn? Kommt hier ein Album für Manowar und Blind Guardian Fans auf einem einzigen Rundling daher? Two In One sozusagen? Schwerter raus und dann erst einmal ein ausgiebiges Bad im Drachenblut genommen, Warriors!

Während ich mich sorgfältig im Blut der geflügelten Schuppenmonster wälzte, setzte sich ein kleiner hässlicher Gnom zu meiner Rechten, der mir altklug ins Ohr flüsterte, dass EVERTALE "Of Dragons And Elves" schon einmal in die Schlacht geführt haben, genaugenommen im Jahre 13 nach der letzten Jahrtausendwende. Durch Geschichtsschreiber edler Promotion-Könige, ist Folgendes überliefert worden: Evertale bildeten im Jahre des Herrn 2008 eine Gemeinschaft. Die hochgeschätzten Schreiber des ehrwürdigen Metal Archivs hingegen, wollen von einem Zusammenschluss im Jahre 2006 wissen. Wie dem auch sei, 2008 trugen Evertale ihr erstes Demo zu Markte und erst nach 5 darauffolgenden Jahren, erblickte "Of Dragons And Elves" zum erste Mal das Licht der Welt. Ebenfalls überliefert ist, dass die muszierenden Drachenkämpfer mit Lob und Anerkennung überhäuft wurden. Einige Geschichtsschreiber behaupten gar, das ganze Abendland war in Aufruhr vor Begeisterung.

Genug der alten Geschichten! Tatsächlich klingen EVERTALE nach Manowar und Blind Guardian, doch der Stil dieser Bands ist nur ein Teil des Sounds. Unwiderruflich vorhanden, ja, aber Evertale haben bei Leibe mehr zu bieten, als nur den Stil alter Helden zu kopieren. Nach dem fünften Durchlauf fallen mir drei Dinge ganz besonders auf: 1. "Of Dragons And Elves" tönt unglaublich dynamisch und keinesfalls verstaubt und gekünstelt. 2. Die Gitarren klingen nach Metal, nicht nach irgendeinem hochgezüchteten Element, das je nach Stimmung und Erfolgswunsch entsprechend eingesetzt wird. 3. Es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig auf dem Schlachtfeld.

Also alles gut? So einfach ist es leider nicht. Mir fehlt es an absoluten Überfliegern, einprägsamen Harmonien eben, die man mit Leichtigkeit wiedererkennen kann. Natürlich gibt es immer wieder Momente, bei denen man die Faust ballt, doch oftmals brechen sich aufbauende Melodien kurz vor der Auflösung einfach weg. Klar, werden sich jetzt viele denken. Hört ihn euch an, er will Harmonien, die er mit Leichtigkeit wiedererkennen kann. Soll er sich doch anstrengen! Hat er! Dritte Person Singular hat sein Bestes gegeben, versprochen. Ich erinnere noch einmal daran: Das ganze Abendland will Kopf gestanden haben! Es hagelte Höchstnoten!

Zurück zum Album: Produktion? Passt! Langeweile? Kommt nicht auf! Metal? Daumen hoch! Technischer Anspruch? Daumen hoch! Inhalt? Schwerter raus! Bleibt etwas hängen? Hier wird es wirklich schwer und leider kommt es genau darauf an. Power Metal brauch einprägsame Hymnen, die jeder Krieger im Schlaf mitsingen kann. Ein beachtliches Werk, das den Wunsch nach neuem Material wachwerden lässt. Warriors, mir blutet das Herz, aber mehr als 7 Talker sind nicht drin.

 

Der Prior



Crematory - Monument - Review

Nicht schlecht, was Crematory mit ihrem aktuellen Longplayer abgeliefert haben. Sicher, Puristen und Oldschooler werde ich mit diesem Review nicht abholen oder begeistern können, doch wer gut produzierte Seelen-Stampfer mag, in denen melodische Parts tiefen Growls gegenüberstehen, der sollte dringend in das neue Album des Westhofener Urgesteins reinhören.

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