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Helloween "My God-Given Right" - Review

Es ist kein Geheimnis, dass Helloween zu den Wegbereitern eines ganzen Genres gehören. Die Pumpkins sind und bleiben eine Feste Größe im Melodic -und Power Metal Bereich und liefern Album für Album bemerkenswerten Stoff ab.

Gleich zu Beginn dieses Album Reviews stelle ich die Frage: Ist das Album gut oder sehr gut? Eine andere Wertung kommt hier nämlich nicht in Frage, vorausgesetzt, man mag diese Spielart des Metals. Helloween haben auf My God-Given Right eine ganze Wagenladung eingängiger Melodic Kracher am Start, die zu suchen sich nicht lohnt, denn spätestens nach der zweiten Kreisfahrt des Silberlings erschließen sich dem geneigten Melodic Fan diese Perlen.

Das 2015er Werk punktet aber nicht nur mit diversen guten bis sehr guten Songs, auch die Produktion ist auf dem Posten und überzeugt mit einem warmen Sound, der - wie wir im Interview mit Helloween erfahren haben - auf die Verwendung analoger Komponenten zurückzuführen ist. Vielleicht tönt das Album nicht ganz so transparent wie reine Digital-Produktionen, dafür ist erheblich mehr Seele im Kanal und das ist nicht nur von einem Vollprofi wie Charlie Bauerfeind zu hören, der sich wieder einmal des Sounds und der Aufnahmen der Kürbisse angenommen hat.

Während der ausgiebigen Promo-Tour, mit der Helloween im Vorfeld der Veröffentlichung von "My God-Given Right" durch Europa zogen, trafen wir uns mit Andi Deris und Michael Weikath alias Weiki in Berlin zu einem ausgiebigen Interview. Hintergründe zu den einzelnen Songs könnt ihr eben genau in diesem erfahren, drum möchte ich an dieser Stelle nicht jeden Track auseinander klamüsern. Es gibt im Grunde auch nicht viel um den heißen Brei zu reden, denn My God-Given Right catcht und zählt definitiv zu den Alben in der Discography von Helloween, die ich immer wieder gern in den Player legen werde. Selbst der plakative und leicht kitschige "If God loves Rock'n'Roll" ist eine Nummer, die spätestens auf dem Live-Sektor für Begeisterung sorgen wird. Über die spoken words "Even in heaven..." muss ich zwar jedes Mal schmunzeln - erinnert einfach an 'ne Schlager-Komposition - aber dieser Song ist ohnehin mit Humor zu betrachten.

Ansonsten kracht und ballert es wie in einem Melodic Metal Lehrbuch, sogar der etwas schleppende "The Swing Of A Fallen World" wälzt sich riffgewaltig auf die Habenseite des Albums. So denn, ich denke zwischen 8,5-9/10 Punkten ist alles gerechtfertigt. Euphorisiert und begeistert bleibt mir nichts anderes übrig als eine sichere Neun auszupacken. Welches Album, wenn nicht "My God-Given Right", hätte in diesem Genre ansonsten ein "Sehr gut" verdient?

Anspieltipps: Alles! 

Dirk

9/10 Talkern


VÖ: 29. Mai 2015  Label: Nuclear Blast Records



 

Necros Christos "Nine Graves" 2014 - Review

 

Wer sich dieser Tage auch so langsam von dem Sonnenbrandwetter gebeutelt fühlt, wird ab dem 25.7.2014 wohl entgültig die Beine in die Hand nehmen, um sein letztes Gebet gen Himmel zu richten, denn Necros Christos kommen mit ihrer Mini CD „Nine Graves“ um die Ecke und sorgen dafür, dass die Sonne unmittelbar schwarzen Gewitterwolken weicht, die Badeseen sich in blutige Teiche verwandeln und die zehn Plagen auch den letzten Grillfanatiker in das getraute Heim flüchten lässt.

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