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Expenzer „Kill The Conductor“ Review

Laut Bandbiography spielten alle Musiker von Expenzer vorher viele Jahre in allmöglichen Formationen und sammelten somit auf vielen Betätigungsfeldern musikalische und spieltechnische Erfahrungen. Ja, und genau das hört man dem Quintett auch an.

Elf Songs thrashen uns munter die Weichmasse aus dem Schädel. Expenzer sind in ihrem Heimatland - der Schweiz - kein unbeschriebenes Blatt. Viele Konzerte und Festivals wurden bereits abgerissen. Expenzer teilten sich mit Genregrößen wie Kreator, Vader und Satyricon die Bretter, die noch immer die Welt bedeuten bzw. bedeuten sollen. Rein musikalisch geht mit "Kill The Conducator" nichts schief. Der Titeltrack ist nach dem Opener "Bitter End“ gleich der 2. Anspieltipp, den ich hier hervorheben möchte. Abriss ist angesagt, Freunde der Thrash Musik, Abriss! Weiter geht’s im Arbeitsrhythmus mit „Play for the Deaf“. Sehr abwechslungsreich, im Slayer- und The Haunted-Stil, wird hier einer der besten Songs von „Kill the Conductor“ zum Besten gegeben. Hört euch verdammt nochmal die Gitarren an! Perfekt! In „Unicorn“ sticht rein musikalisch die Gitarre mit den geilen Solis sowie dem sehr technisierten Robot-Gesangseffekt heraus. Sehr coole Idee, um sich mal eben von der Masse etwas abzuheben. Ausbaufähig, würde ich dennoch sagen.

Zum Song "Light Speed Heart Beat" gibt es sogar ein Video, das ihr unbedingt checken solltet. Dieser Track gibt aber bei Weitem nicht alles preis, was die Band zu bieten hat. Vielfalt bekommt man mit „Silence of the Amps“ zu hören. Ein überaus genialer und melodischer Song, der alles hat, was eine Abrissbirne benötigt: Groove, Geschwindigkeit, Melodie und eine richtig fette - dem Song dienliche - Gesangs-Performance. Fantastisch langgezogene Vocal-lines…Yeahhhh. Ein Song, den man gleich wieder zurück skippen möchte, um ihn unbedingt noch einmal zu hören. Als Rausschmeißer gibt es eine Coverversion von The Haunted. „Chasm“ stammt vom 1998er Album „The Haunted“.  Coole Thrash-Groove Metal Scheibe, die sehr gut ins Gehör geht und eine echte musikalische Darbietung abgibt, denn die Jungs können wirklich spielen. Wer Bock hat, kann sich anstelle der CD sogar ein 2 LP Format zulegen. Thrash til death !!!

Torsten

8/10 Talkern



VÖ: 6. Juli 2015 Label: Czar Of Bullets



 

Voodoo Gods "Anticipation for Blood Leveled in Darkness" 2014 - Review

Trivialer Death Metal? Mit Nichten! Gewöhnlich ist Extrem Metal nur, wenn nichts der vorgetragen Songs im Oberstübchen hängen bleibt. Voodoo Gods sind davon sehr weit entfernt. Ob die physische oder eben die musikalische Leistung der Protagonisten für den Aha-Effekt sorgt, ist dabei völlig irrelevant. Als wir am 25. Juni 2014 den Artikel zum Video "RENAISSANCE OF RETRIBUTION" veröffentlichten, hat's das erste Mal klick gemacht. Vorgemerkt, fuhr es mir durch den Kopf, denn "RENAISSANCE OF RETRIBUTION" (Track 6) überzeugte nicht nur, nein - er löste das altbekannte Prozedere aus. Den Song noch einmal von vorn, Luftgitarre her, Drum-Sticks und Mikro raus und ab geht die Luci...ähm..der Lucifer.

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