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Ares - Unter dem Lachen dunkler Götter EP - Review

Vertreten durch die gleichnamige Kapelle ARES wirbelt der nie ruhende Gott des Krieges und der Tapferkeit seit dem letzten Wochenende auch musikalisch ordentlich Staub auf.

Die fünf Krieger aus Hamburg treten mit ihrer EP "Unter dem Lachen dunkler Götter" auf das Schlachtfeld, welche im Hamburger YEAH YEAH YEAH Studio eingehämmert wurde. "Die Hydra" bricht als erstes aus dem dunklen Tross des Kriegsgottes aus und verteilt die ersten giftigen Bisse. Das dreiköpfige Ungeheuer bestehend aus Death-, Black-Metal sowie einer kleinen Prise Core, die sich lediglich in einem kurzweiligen Stakkato-Riffmassaker äußert, versprüht die Worte der Zerstörung stets mit deutscher Zunge. Dies zieht sich wie ein giftgrüner Pfaden durch das gesamte Liedgut der Hamburger und erinnert somit auch an die 2011 dahingeschiedene Jenaer Metalcorekapelle Narziss. Diese veröffentlichte ebenso wie Ares einen Song mit dem Titel "Das Tier". Die Bestien sind jedoch keineswegs vergleichbar, da die Kreatur der Hanseaten um ein Vielfaches brutaler aus dem Käfig brüllt und das Drumset ununterbrochen mit seinen Pfoten bearbeitet. Der gleichnamige Titeltrack ordnet sich seinen beiden Vorgängern unter und lässt ähnliche Songstrukturen hinter seinem göttlichen Grinsen hervorblitzen. "Sie schreien" ist ein nervenaufreibendes Konglomerat aus High-Speed-Zerstörung a lá Ares und Mid-Tempo-Walze, die aus den gewohnten Tempostrukturen der EP ausbricht. Im fünften Schlachtruf bekommt nun die rothaarige "Hexe" die göttliche Schlagkraft zu sprühen und wird kurzerhand Richtung Unterwelt geschickt. Das Ende wird letztendlich von "Katharsis" markiert. Im Zuge der geistigen Reinigung lohnt es sich einen Blick auf das von Aaron Hähner entworfene Coverartwork zu werfen, das durch das aus dem Wasser aufsteigende Omega ebenso das Ende (in welcher Weise auch immer) zu symbolisieren scheint.

Hoffentlich werden Ares von diesem aufklaffendem Höllenschlund nicht auch eingesogen, denn mit ihrer Debüt-EP liefern die Nordmänner einen soliden Erstling ab, der sich sehen lassen kann. Lediglich ein wenig mehr Abwechslung könnte in Zukunft das Songwriting der Jungs noch verstärken. Der deutsche Gesang ist bekanntermaßen Geschmacksache, mir gefällt dieser allerdings recht gut. So gibt es für einen zünftigen Einstieg in die Welt der Rundlinge 7/10 Talkern.

 

Robby

7/10 Talkern


Tracklist: 01. Hydra 3:46 02. Das Tier 4:04 03. Unter dem Lachen dunkler Götter 3:42 04. Sie schreien 4:31 05. Hexe 4:36 06. Katharsis 5:28


 VÖ: bereits am 22. August 2015 veröffentlicht - Label: independent


 

 

Hellyeah "Blood For Blood" 2014 - Review

 

Zur Hölle yeah, das ist es! Eingelegt, für gut befunden, fertig. Blood for Blood wurde bereits am 6. Juno 2014 via Eleven Seven Music veröffentlicht. Wie immer sind wir spät dran und daher wollen wir gar nicht lange um den heißen Brei..ähm...Stahl reden. Das vierte Studio-Album der 2006 gegründeten US-amerikanischen Band um Drummer Vinnie Paul (Ex-Pantera), zündet schon beim ersten Durchlauf. Wo Vinnie Paul ist, sind Pantera nicht weit. Warum auch nicht, schließlich hat Vinnie die Rhythmus-Maschine der Texaner über viele Jahre hervorragend bedient.

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