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Metal Allegiance - Metal Allegiance - Review

Eines gleich vorweg, wenn man hört, diverse und vor allem in der Szene bekannte Musiker finden sich zusammen, um ein Album zu komponieren, geht man erst mal mit gemischten Gefühlen heran. Frei nach dem Motto: Viele Köche verderben den Brei.

Da es sich hier um ein amtlich vertontes Stück Stahl handelt, das obendrein noch hochwertig legiert wurde, stimmen gottseidank  auch sämtliche Zutaten. Soll heißen, alles gut und im grünen Bereich. Ein echter Metaller würde sagen: Die „Gemüter“,  also in diesem Falle die Stähle, haben sich unter Liquidus abgekühlt und sind starr und fest. Somit ist auch die nötige Temperatur für die Entstehung des Magnetismus' eingetreten. Das Ergebnis ist: ein echt anziehendes Stück metallischer Tonkunst. Wenn der Zuhörer nun das Magnet ist, die Musik der Stahl und die Anziehungskraft vom Abstand beider abhängig ist, sollte klar sein, dass man nicht zu weit von den Speakern entfernt sein sollte, um einen ordentlichen Hörgenuss zu gewährleisten. (Du scheinst dich nicht nur in der Freizeit mit Metal zu befassen. - Anm. Red.)

Metal Allegiance - hier alle Beteiligten zu erwähnen, würde fast den Rahmen dieses Reviews sprengen. Aber mit Mike Portnoy, Chuck Billy, Alex Skolnick, Phil Anselmo, Charlie Benante, David Ellefson, Gary Holt und Andreas Kisser, ist der Anteil an sehr bekannten Musikern enorm hoch. Der rote Faden in der Besetzung, bzw. das Band, das alles zusammenhält, sitzt hinter den Kesseln, nämlich Mike Portnoy, dessen Ausnahmetalent weltweit bekannt sein dürfte. Am Bass und an der Gitarre sind mit  David Ellefson und Alex Skolnick ebenfalls zwei hochkarätige Musiker vertreten, die in insgesamt acht Nummern ihr Können unter Beweis stellen. Ansonsten ist die Besetzung in jedem der neun Songs bunt gemischt. Auffallend ist, dass die jeweiligen Stärken der Musiker genau auf die Songs abgestimmt wurden und somit eine wunderbare Symbiose entstand.

Los geht’s mit „Gift Of Pain“, einem allgemein als gut zu bewertenden Song mit D.Randall Blythe hinter dem Mikro. Den ersten Zungenschnalzer gibt es mit „Let Darkness Fall“. Dieser Track enthält spannende Stimmungsschwankungen und protzt mit genialen Arrangements. Gefühlvoll eingesungen von Troy Sanders (Mastodon) und perfekt durch Gitarre und Bass unterstützt. Bei „Dying Song“ musste ich erst einmal das Infoblatt in die Hand nehmen. Ich hätte schwören können, dass hier Zakk Wylde singt, aber nichts da - es ist Phil Anselmo, der eine wahnsinnig gute Gesangsperformance zum Besten gibt. Im Weiteren Verlauf erkennt man ihn dann aber doch noch. Anfänglich ist er dem Zakk Wylde verdammt nahe. Nummer vier im Bunde ist ein richtiger „Groove Thrasher“, der - mit mighty Chuck Billy am Gesang - „Can’t Kill The Devil“ zu einer richtigen Granate werden lässt. Begleitet wird das Dingen von Alex, David, Phil Demmel und Andreas Kisser. Abriss Freunde…Abriss ! Einfach geil! And now: „Scars“! Mark Osegueda, die bekannte Stimme von Death Angel, wechselt sich hier mit Christina Scabbia von Lacuna Coil ab. Ich hätte nicht geglaubt, dass dieser Song so überzeugend rüber kommt. Respekt!

Ab geht's, Song sechs drängelt sich ins Geschehen: Matthew K. Heafy singt und spielt unter anderem auch die Lead Gitarre auf „Destination Nowhere“. Ein sehr melodischer und frisch klingender Rocker. Der siebente Streich folgt so gleich: „Wait Until Tomorrow“. King’s X' - Doug Pinnick und Hatebreed’s -Jamey Jasta, treten in diesem Track als das Gute sowie das Böse in Erscheinung. Wiederum eine genial umgesetzte Nummer, die mit viel Drive, Harmonie und Wiedererkennungswert auf der ganzen Linie überzeugt. Song 8 (Triangulum) wird mit einem echtem Metallica Gedächtnis-Riff eingeleutet und ist in 3 Acts aufgeteilt. Sehr progressiv angehaucht, soll diese Komposition wohl zeigen, was die Herren auf dem Kasten haben und wie verdammt gut die beteiligten Musiker wirklich sind. Ein reines Instrumental, in dem Creation, Evolution und Destruction regelrecht zelebriert werden. Das Teil killt Euch das Gehirn aus dem Schädel, versprochen! Den Abschluß bildet „Pledge Of Alegiance“. Alter Vatta, hiermit wird noch mal alles abgefeuert, was man eventuell auf der musikalischen Höllenfahrt der „Metal Allegiance“ hat liegen lassen. Der Gesang wird von Mark Osegueda, Chris Jericho, Tim 'Ripper' Owens, Alissa White-Gluz, Chuck Billy & Steve 'Zetro' Souza übernommen, während das Gitarren-Inferno dem Song die nötige Schubkraft verleiht, um der Hölle zu entrinnen oder bei Bedarf in dieser zu gastieren.

Definitive Kaufempfehlung, alle anderen Meinungen sind nicht akzeptabel. Punkt!

Torsten

9,5 Talker


VÖ: 18. September 2015 Label: Nuclear Blast Records


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