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Phase Reverse - Phase III: Youniverse - Review

Southern European Pentatonic Heavy Metal? Wie dem auch sei, Phase Reverse wissen zu gefallen und darum haben wir das Album gleich noch etwas tiefer in den Schacht des gebeutelten Testaggregats geschoben.

Pentatonik Heavy Metal bedeutet, dass die 2007 gegründeten Griechen ihre Musik auf Basis der dienstältesten Ton-Lehre komponierten. Dieser Umstand wiederum würde darauf schließen lassen, Phase Reverse brachten die guten alten Knochenflöten zum Einsatz. Spaß bei Seite, denn die Griechen spielen arschcoolen Heavy Rock, der des Öfteren mit Southern oder - ich will es eigentlich nicht ausformulieren - Stoner-Spurenelementen kokettiert.

Das aktuelle Album veröffentlichen die selbsternannten Southern European Pentatonic Metaller über das ebenfalls aus Griechenland stammende Label Rock Of Angels Records, einer Bandschmiede, die seit einiger Zeit zum Angriff auf den hiesigen Markt geblasen und mit Phase Reverse nun ein heißes Eisen im Feuer hat. "Phase III: Youniverse", das jüngste Werk, hat eine standesgemäße Produktion spendiert bekommen, somit können sich die überwiegend in moderatem Tempo eingespielten Songs in aller Ruhe entfalten und Kurs auf qualitätsliebende 4/4 Takt-Ansaugkanäle nehmen.

Sänger Takis Mark manövriert das Schiff sicher durch steinige Küstenregionen, ohne dabei auch nur ansatzweise neben der Fahrrinne zu navigieren. Außergewöhnliche Melodieakrobatik gibt es zwar nicht zuhören, dafür jede Menge ausgewogene Clean-Vocals & Rock-Gekrächze, das internationalen Größen locker das Wasser reichen kann. Wer sein Feierabendbierchen mit schilligem Heavy Rock aufschäumen möchte, der sollte hier unbedingt ein Ohr nehmen. Als Kompott gibt's kultige Soli, die amerikanische Vorbilder des Genres nicht besser in Szene setzen könnten. Ob stimmungsvolle Akustik-Gitarren, moderate Groove-Arbeit seitens der Rhythmus-Fraktion oder schmutziges Southern-Gefiedel, Phase Reverse machen ihre Sache mehr als gut. Neu und außergewöhnlich ist das zwar alles nicht, drum gibt's hier auch Punktabzug in der B-Note, doch wüsste ich nicht, warum man das aktuelle Album der Griechen nicht weiterempfehlen sollte. Darum hier: Empfehlung! Das nächste Album wird bestimmt eine Ecke eigenständiger. Reife Leistung, meine Herren! Abspieltipps: "Youniverse" & "Time Reverse Time"

 

Dirk

7,5/10 Talkern


 VÖ: 13.11.2015 - Label: Rock Of Angels Records



 

Origin Of Zed "Origin Of Zed" 2014 - Review

Trocken und unglaublich dynamisch...drücken zwölf Songs unaufhaltsam aus den geplagten Kalotten marodierter Lautsprecher. Origin Of Zed, die Band aus dem Erzgebirgischen Schlema, schickt sich an, der Hartwurst-Gemeinde ihr mit Spannung erwartetes Debüt-Werk zu präsentieren. Eins steht nach dem ersten Durchgang schon einmal fest: Qualität ist das Fundament des Quartetts. Wer im Genre des Death & Thrash Metals seinen fleischlosen Kopf aus der Masse exzellenter Bands herausstrecken möchte, der hat in erster Linie Qualität abzuliefern. Origin Of Zed überragen diesbezüglich die graue Masse um Längen!

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