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Disquiet - The Condemnation - Review

Melodic Thrash Metal ist eine recht eigenwillige Bezeichnung für ein Sub-Genre, das den meisten unter Euch als Melodic Death bekannt sein dürfte. Sicher, Thrash haben die Jungs aus Utrecht ebenfalls an Board, wobei die moderne Ausrichtung ihr Übriges tut und die Thrash-Elemente ein weiteres Mal in den Hintergrund drängt.

Nur konzentriertes Zuhören lässt die Wahrheit ans Licht und bestätigt, dass die ersten drei Worte des Reviews zu Recht an dieser Stelle stehen. Die im Jahr 2000 gegründeten Unruhestifter legen der Gemeinde ihr 2. Studioalbum zu Füßen. Studiowerk Numero 1 erschien 2011, was letztlich auch bedeutet, dass es wirklich an der Zeit war, endlich mit neuem Material alte Erinnerungen der Fans aufzufrischen.

Wie viele andere Bands der heutigen Zeit auch, legen Disquiet mit ihrem neuen Album "The Condemnation" erstklassiges Material vor, das handwerklich sowie produktionstechnisch keine Wünsche offen lässt. Die Frage ist und bleibt bei jeder dieser Veröffentlichungen: Wie schaffen es die Bands zu polarisieren und damit eine so breite Masse zu begeistern, dass entweder ein neuer Trend entsteht oder Kult-Klassiker geboren werden?

Angesichts der modernen als auch melodischen Stilistik, wird es für Disquiet derzeitig sehr schwer werden, bahnbrechende Trends zu kreieren oder einen kultigen Klassiker abzuliefern. Dennoch wirkt das Album sehr gefällig. Gerade die schnelleren und melodischen Parts, in denen etliche Soli aus dem Sechssaiter sprudeln, gefallen mir außerordentlich gut. Wird's moderner oder gar breakdown-lastig, wirken die Kompositionen meist austauschbar. Gottseidank übertreiben die Holländer es nicht mit der zackigen Spielweise und konzentrieren sich auf die Basics ihres Schaffens, sodass die Verurteilung (The Condemnation) nicht verurteilt werden muss und als wirklich solides Album durchgeht.

Die Scheibe ist über die gesamte Dauer von gleichbleibend guter Qualität, wobei absolute Überflieger ausbleiben. Allerdings ist die hervorragende Soloarbeit der Axt-Männer, die fast in jedem Song auftaucht, durchaus ein Höhepunkt. Thrasher, die eher puristische Sounds bevorzugen, werden dieses Werk nicht unbedingt favorisieren. Melodic Deather als auch Freunde modernerer Sounds, sollten dieser Verurteilung unbedingt beiwohnen.

 

Dirk

7,5/10 Talkern


VÖ: 29.1.2016 - Label: Soulseller Records




Krawallbrüder "Blut, Schweiss & keine Tränen" 2012

Komm, gehen wir kurz shoppen“. Das war der Satz meiner Süßen, bevor wir 6 Stunden in einem Einkaufstempel verschwanden. Es war ein schöner Sommertag und ich dachte mir, dass man diesen Tag genau so gut an einem See verbringen könne. Aber nix da, stattdessen watschelte ich zwischen H&M, Vero Moda und weiteren metal- und punkunfreundlichen Läden hin und her.

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