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Canterra - First Escape - Review

Canterra haben ziemlich genau vor 10 Tagen ihr Debütalbum veröffentlicht. 2010 sind die Leipziger erstmals mit einer EP in die Öffentlichkeit getreten, damals jedoch noch unter dem Namen Avatar. Erste Gehversuche datieren auf das Jahr 2006 zurück, wobei sich Korinna und Harry in den Anfangstagen gar Oleum nannten.

Inzwischen sind 10 Jahre ins Land gegangen, was man der Musik bzw. dem Silberling unweigerlich anhört. Damit meine ich insbesondere das Gesamtpaket, denn nicht jede CD zieht automatisch eine gute Produktion hinter sich her und hält erst recht nicht den ein oder anderen Leckerbissen parat. Dringt man jedoch näher in die Geschichte der Entstehung des Albums ein, eröffnen sich einem Fakten, die da heißen: erfolgreiches Crowdfunding oder auch die Förderung durch die Wacken-Foundation. Das Ergebnis: ein professionelle Studioproduktion.

Musikalisch bewegen sich Canterra irgendwo im weitläufigen Feld des Fermale Fronted Metal, der relativ wenig Symphonic-Anteile preisgibt. Im Grunde hat man auch nur das Gefühl, Symphonic Metal zu hören, da eben eine Frau singt, doch grundsätzlich hört man wesentlich mehr Riffwerk oder konservative Metal-Elemente. Das wiederum transportiert ein gewisses Maß an Rohheit. Folglich haben wir es hier nicht mit der tausendsten Kopie der mächtigen Finnen von Nightwish zu tun.

Auch wenn die Stimme von Korinna - im Bezug auf die Musik - über weite Strecken sehr dominant wirkt und des Öfteren übers Ziel hinausschießt, gibt es doch etliche Höhepunkte auf "First Escape". Einer davon ist definitiv Track 4 (My Heart), ein sanfter Song, in dem die Stimme von Korinna König hervorragend zur Geltung kommt. Wer sich auf dem überwiegend traurig arrangierten Feld des Gothic Metals zu Hause fühlt, sollte definitiv mal ein Ohr nehmen. Für ein Debütalbum  ist "First Escape" durchaus beachtlich. Rein kompositorisch ist Luft nach oben, wobei es den Songs an finaler Brillanz fehlt oder auch an Melodien, die sich auf Gedeih und Verderb festsetzen. Genug gemeckert, denn bei soviel guten Ansätzen möchte ich fast behaupten, dass Canterra bis zum nächsten Album den Schlüssel gefunden haben.

 

Dirk

7/10 Talkern


VÖ: 19.2.2016 - Label: Kick The Flame / Broken Silence




 

Fueled By Fire "Trapped In Perdition" 2013

Hat schon mal jemand von Euch die "Spiritual Healing" von den allmächtigen „Death“ in einer Thrash-Version gehört? Nein? Nicht vorstellbar? Liebe Freunde der rustikalen Rock Musik, ich habe da etwas gefunden, was dem mehr als gerecht wird. In meinem Live Review schrieb ich, dass Fueled by Fire die musikalischste Band an besagtem Abend war. Diese Scheibe hier, unterstreicht meine Behauptung aus dem Live-Review zu 100%. Am auffälligsten ist in der Tat die Musikalität der 4 Kalifornier. Unglaublich, welch ein Feuerwerk auf "Trapped In Perdition" entfacht wird. Der anfängliche Vergleich mit „Death“ ist natürlich im positiven Sinne zu verstehen und nur ein Anhaltspunkt bzw. mein Empfinden.

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