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Lody Kong - Dreams And Visions - Review

Wie der Vater so die Söhne, sollte man meinen, allerdings sind diese Vorschusslorbeeren nicht immer nur dienlich. Zu viel wird erwartet, zu viel mit dem Senior in Verbindung gebracht, in diesem Falle Max Cavalera von Sepultura.

Zyon und Igor Cavalera, die Söhne von eben besagtem Sepultura- und Soulfly-Gründer Max Cavalera, haben mit "Visions And Dreams" nun endlich ihr Debütalbum an den Start gefahren. Vorangegangen war im Jahr 2012 eine EP namens "No Rules", die laut Medien-Echo für erstes Aufsehen sorgte.

Was nun haben Lody Kong uns mitzuteilen? Was haben sie mit ihren Instrumenten auf die Beine gestellt, was Meister Cavalera nicht schon längst mit Sepultura, Soulfly und seinen unzähligen Projekten in die Tat umgesetzt hat. Vermutlich würde sich jeder Vater verdammt freuen, wenn der Sohn in die Fußstapfen des Herrn Papa steigt. Ich kann mich schwerlich mit dem Gedanken anfreunden, dem Nachwuchs meiner einstigen Jugendhelden zu huldigen. Es sei denn, sie werfen ein Maß an Kreativität und Eigenständigkeit in die Waagschale, dass ich vor lauter Ehrfurcht nicht anders kann.

Dem ist - und das meine ich nicht nur lässig bzw. oberflächlich - nicht so. Musikalisch haben sie durchaus ihre Hausaufgaben gemacht und auch die Produktion ist erwartungsgemäß standesgemäß, doch die Kompositionen sind über weite Strecken normaler Durchschnitt, wobei die Vocals zudem recht uninspiriert und eintönig wirken, was dem Gesamteindruck noch ein paar Prozentpunkte abringt. Zu meiner Verwunderung bewegt man sich stilistisch tatsächlich im Fahrwasser des Mutterschiffs, nur eben nicht so gut. Schmunzeln musste ich, als ich eine Tonfolge im Titel-Track "Dreams And Visions" hörte, die mich nach kurzem Überlegen zu Slayer brachte. "Dead Skin Mask", hört Euch doch bloß mal diesen Song an und legt danach direkt "Dreams And Visions" ein. Ab 2:56 min sollte es klick machen, oder liege ich falsch? Haben sich nicht schon Sepultura in ihren Anfangstagen dieser Tatsache erwehren müssen, das ein oder andere Mal Richtung Slayer geschaut zu haben ? Wie der Vater so die Söhne? 

 

Dirk

6,5/10 Talkern


VÖ: 25.3.2016 - Label: Mascot Label Group



 

Final Cut "Massive Resurrection" 2014 - Review

Final Cut würde ich folgendermaßen interpretieren: Nach dem Hören von gefühlten 30 Thrash Metal Neuheiten spitzen sich urplötzlich die gebeutelten Öhrchen, weil derbe Musik in die Radartüten fährt, die auf Anhieb positive Informationen Richtung Hirnkasten sendet. Das Martyrium hat hiermit ein Ende - Cut! Final Cut!

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