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TESLA - Mechanical Resonance Live - Review

Als Tesla im Jahre 1986 ihren Siegeszug antraten, interessierte mich derlei Musik nicht die Bohne. Ich sehe jetzt noch die riesigen Anzeigen in den etablierten Mags, die seinerzeit fast jede Ausgabe verschlimmbesserten. Weggeblättert, ausgeblendet, Schwamm drüber - nix für hartgesottene Thrasher von der Spree, dachte ich zumindest.

Am 26. August 2016 schlug der Blitz nun das zweite Mal ein. Das zweite Mal am gleichen Ort? Hey, diesen Unfug macht der Blitz doch sonst eher selten, oder? Im Falle der Teslaner aus Sacramento hat Meister Blitz es jedenfalls doch getan. Immerhin hat sich die Band bezüglich ihres Namens von Nikola Tesla inspirieren lassen. Auch wenn Nikola Tesla heute als Erfinder des Wechselstroms gilt, der Blitz aber grundsätzlich aus Gleichstrom besteht, gefällt mir diese Assoziation doch außerordentlich gut. Womit wir bei AC/DC angekommen wären, die nicht nur verschiedene Ströme in ihrem Namen verankerten, sie beeinflussten auch unzählige Bands mit ihrem Sound, nicht zuletzt Tesla, die ähnlich wie auch Guns N' Roses ab Mitte der 80er die etwas schmutzigere Gangart des Hard Rocks salonfähigen machten. Als typisch amerikanisch könnte man das bezeichnen.

Dem aktuellen Output von Tesla liegen zwei Tatsachen zu Grunde. Numero 1: Seit ihrem ersten Album sind nunmehr dreißig Jahre vergangen. Numero 2.: Tesla spielten eben dieses sehr erfolgreiche Langeisen noch einmal ein, und zwar schlicht und ergreifend live, was die ganze Chose nicht nur interessant macht, es bringt auch eine gewaltige Portion Sand ins Getriebe. Sand, der dafür Sorge trägt, dass alles etwas ungehobelter und nicht so abgelutscht tönt. Wer braucht schon die drölfzigste Wiederveröffentlichung alten Studio-Materials? Ich jedenfalls nicht. Da lob ich mir doch diesen puristischen Live-Aufguss, dessen Sud verdammt nach dem Geist der Anfangstage der Teslaner riecht. Dass hier im Nachhinein studiotechnisch Hand angelegt wurde, verseht sich wohl von selbst. Mit "Save That Goddness" gibts noch eine Single on top, die von Phil Collen (Def Leppard) geschrieben und produziert wurde. 

Wer die Hard Rock-Ära der 80er aufarbeiten möchte, dem legen Tesla mit "Mechanical Resonance Live" ein wunderbares Kapitel aus aus ihrer Geschichte zu Füßen. 

Dirk


Tracklisting: 1) Rock Me To The Top 2) Ez Come Ez Go 3) Gettin’ Better 4) Comin’ Atcha Live 5) Changes 6) Before My Eyes 7) 2 Late 4 Love 8) We’re No Good Together 9) Love Me 10) Cover Queen 11) Lil Suzie 12) Modern Day Cowboy 13) Save That Goodness (Studio Track)


VÖ: 26.8.2016 - Label: Frontiers Music 



 

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