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Duskmourn - Legends - Review

Zur Abwechslung muss ich am heutigen Tage nicht über Meisterwerke aus vergangenen Tagen plaudern, sondern darf auch mal aus der Gegenwart berichten.

Dem Internet und der eigenen Neugier sei es gedankt, dass ich nun über das vorliegende Songmaterial philosophieren kann. So trug es sich zum Ende des vergangenen Jahres zu, dass ich ein wenig auf bekannten Plattformen surfte und siehe da, irgenwann stiess ich auf Duskmourn und musste schnell feststellen, hier auf eine wahre Perle getroffen zu sein.

Sogleich recherchierte ich, wo dieser Sound seinen Ursprung nahm und war sehr überrascht, feststellen zu müssen, Duskmourn stammen aus den USA, genauer gesagt aus Pennsylvania. Warum die Verwunderung? Nun, vom Sound her hätte ich mich irgendwo in Skandinavien wiedergefunden. Die Band besteht aus lediglich zwei Personen, was die nächste Überraschung in sich bürgt, hätte ich so auch nicht vermutet. Nun mal zum Wichtigsten, dem Sound:

Ich bin absolut fasziniert, begeistert und weiß der Deibel sonst noch was. Der hier zelebrierte Sound ist dermaßen großes Kino, dass mir die Worte fehlen. Man hat sofort das Gefühl, an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit zu sein, irrsiniger Weise irgendwo zu Zeiten der Wikinger in nördlicher Himmelsrichtung. Warum das Ganze? Nun, man hört zu Anfang aufkommenden Wind, ein loderndes Feuer endfachend und chorähnliche Stimmen, endend in euphorischem Schlachtgeschrei und nicht endendem Melodie- und Harmoniereichtum.

Und genau das macht für mich die Einzigartigkeit und emotionale Befangenheit aus. Die Jungs verstehen es einfach geilen Sound mit Wiedererkennungswert zu erschaffen, ohne jemals kitschig, aufgesetzt oder kopierend zu sein. Das ist aber nur meine persönliche Wahrnehmung und sollte hier nicht als definitiv verstanden werden. Ich möchte mir an dieser Stelle ersparen jeden einzelnen Song auf seine Qualitäten oder Nichtqualitäten zu sezieren, das sollen Fachzeitschriften übernehmen. Meine Devise lautet: Wenn mir etwas gefällt und ich davon überzeugt bin, dann meine ich das Gesamtwerk und nicht irgendein "One Hit" Ding.

Unglaublich, dass diese Band keinen Plattenvertrag hat und die Verbreitung ausschließlich über "Crowdfounding" bewerkstelligt wird. Ich denke, hier sollten mal die Verantwortlichen hiesiger Majors aktiv werden, denn leider ist es derzeit nicht möglich, das Album "Legends" über die Eurozone zu beziehen. Sicher, als Download gibt es die Möglichkeit diesen Sound zu erwerben, allerdings für Begeisterte wie mich, die etwas Physisches haben möchten, bleibt nur der Bezug aus den USA, was kompliziert und teuer ist.

René

Mein Fazit in Talkern lautet: 10 von 10 Möglichen!


Nachtrag: Die Band plant in Zukunft ein neues Album einzuspielen. Über die Website der Jungs gelangt ihr zum aktuellen Crowdfounding von Duskmourn, welches am 5. Februar 2017 endet. Support the Underground! "Legends" könnt ihr unten komplett über das BandCamp anhören. Was für ein Album!



VÖ: 8. Dezember 2014 - Label: Eigenproduktion

Ashes Of Ares "Ashes Of Ares" 2013

Bei einer so charismatischen Stimme - wie sie Matthew Barlow sein Eigen nennt - muss man das Thema Iced Earth ganz bewusst ausblenden, um nicht permanent in irgendwelche Vergleiche abzudrifften. Viele Fans werden dieser Veröffentlichung mit gemischten Gefühlen entgegentreten, da sie sich wohl noch heute - beeinflusst durch den unschönen Split der Band Iced Earth - ungern mit diesem Thema beschäftigen wollen, zumal ein echter Maniac sein stählernes Herz 'ner Band nur einmal schenkt. Welcher Iced Earth Fan hätte damals nicht heulen können? Geht mir im Prinzip ähnlich, nur sagt mir mein inneres Verlangen: "Du musst unbedingt wieder Matthew Barlows Stimme hören"!

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