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Tad Morose "Revenant" Review - 2013

 

Ich will es nicht wahr haben, aber hier haben wir es mit einem Silberling zu tun, der erst nach dem dritten Durchlauf seine großartigen Momente offenbart. Fast hätte ich diesen Schweden-Hammer der Bedeutungslosigkeit preisgegeben. Eine ganze Dekade ist seit der letzten Veröffentlichung ins Land gezogen. Diverse Besetzungswechsel sowie die Trennung von Century Media haben Tad Morose das Leben schwer gemacht. Sogar Joe Comeau (ehem. Overkill) stand bei den Nordlichtern zwischenzeitlich hinter dem Micro. Seit 2009 versuchen die Tad's "Revenant" an den Start zu hieven. Nun liegt die neue Scheibe vor und besitzt absolute Überraschungen.

Ich denke, die Stärke liegt ganz klar im riffbetonten Aufbau der Songs. Nun werden einige sagen, Metal ist nun einmal riffbetont, durchaus, aber hört euch doch mal Track Numero sechs an, dann wisst ihr wovon ich spreche. Konsumiert diesen grandiosen Song um Gottes willen laut und bitte nicht auf einer quäkigen Dockingstation. Das Riffing lässt Eure Gesichtszüge gewaltig entgleisen, während die Melodie des Chorus' euer Antlitz sanft auf das Gleisbett zurückstellt, werdet ihr langsam begreifen, dass es sich hier wirklich um einen fantastischen Song handelt. Versprochen! Tad Morose bauen in ihre Songs zwar Melodien ein, diese werden aber zu keinem Augenblick kitschig, meist kann man nur im Chorus von einer erkennbaren Melodie sprechen. Echter Power Metal eben. Das gesamte Album ist so sehr mit fetten Riffs gefüttert, dass es eine wahre Freude ist mit dieser Soundwalze seine Nachbarn zu ärgern, wenn ihr noch welche habt. Reichlich Soli, Doublebass-Granaten sowie jede Menge frische Ideen sind auch an Board, eben alles was ein Mettallerherz begehrt.

Gute Musik, gutes Album!

Dirk

Anspieltips: "Follow", "Babylon", Abcence Of Light", "Gypsy"


VÖ: 22. November 2013


 Tracklist Tad Morose "Revenant" 2013

  1. Beneath A Veil Of Crying Souls
  2. Follow
  3. Babylon
  4. Within a Dream
  5. Ares
  6. Abscence Of Light
  7. Death Embrace
  8. Dance Of The Damned
  9. Spirit World
  10. Timeless Dreaming
  11. Millenium Lie
  12. Gypsy

Quelle & Cover: Pirate Smile / Despotz

Skew Siskin "Electric Chair Musik" 1996

Das ist doch mal ein absolut zeitloses Hammer-Album aus dem Hause Skew Siskin. Genau so will ich das doch hören. Egal wann man diese Scheibe einlegen würde, vor oder nach der Jahrtausendwende – immer geil! Ich kann es nicht speziell definieren, was dieses Album so großartig macht. Da ist irgend etwas Einzigartiges, welches die Musik von Skew Siskin extrem genial erscheinen lässt. Aber das scheint nicht nur so, es ist in jedem Fall auch so. Wenn das Intro durch den Raum schwebt, wird dem Zuhörer automatisch ein Horrorfilm vor Augen geführt.

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