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Rhapsody Of Fire "Dark Wings Of Steel" 2013

Rhapsody Of Fire ist eine der beiden Bands, die ursprünglich aus Rhapsody hervorgegangen sind. Lucca Turilli's Rhapsody wäre dann also Band Numero 2. Wenn wir das Rad der Zeit noch etwas weiter zurückdrehen, dann landen wir im Jahr 1993 und damit auch bei der Vorgänger-Band Thundercross. Ohne Zweifel haben alle beteiligten Musiker im Verlauf der vergangenen 20 Jahre großartige Musik geschrieben. Manchmal wurde es mir ein wenig zu viel Abenteuer und Bombast. Halbgare Kompositionen oder meinetwegen auch fruchtlose Phasen haben ihr Übriges getan. Es kam wie es kommen musste, die Luft war raus und als Fan verliert man dann schnell den enthusiastischen Anschluss und verfolgt das Schaffen einer Band nur noch im Augenwinkel. Um so schöner, dass ich nach dem ersten Durchlauf von "Dark Wings Of Steel" sofort das Gefühl hatte, die Songs der neuen Langrille besitzen wieder Klasse und bestechen mit ausgereiften Harmonien.

Bis auf 1-2 Wackler in der Ausführung, die zu Punktabzug in der Haltungsnote führen, konnte ich keine Fehlschläge ausmachen. Es dürfte ruhig ein wenig mehr krachen. Nackenbrecher wird man daher auf dem 2013er Werk der Italiener vergebens suchen, dafür bekommt der geneigte Zuhörer feinsten Symphonic Metal - ich will an dieser Stelle sogar das Wort "Filmmusik-Metal" benutzen - geboten. Die Chöre erinnern mich in ihrer Art verdammt an verstaubte & kultige Streifen vergangener Tage. Die klassische Instrumentierungen sowie die Arrangements folgen dem Schema der Chöre, klingen dabei zu jedem Zeitpunkt durchdacht bzw. ausgereift und unterstützen somit den Charakter zurückliegender Epochen. Die melancholischen Grundstimmung des Albums wird selbst durch den Titel-Track nicht umgeworfen, der in der Tat etwas mehr Dynamik besitzt. Zusammenfassend kann man die aktuelle Veröffentlichung von Rhapsody Of Fire als wirklich gelungen bezeichnen. Die Songs machen Spaß, besitzen Abwechslung und transportieren wunderschöne Melodien durch den "filmmusikgeschwängerten" Raum. "Sad Mystic Moon", Song Nummer 11 und Rausschmeißer des Albums, ist durchaus ein Anspiel-Tipp, der alle Trademarks von "Dark Wings Of Steel" eindrucksvoll unterstreicht. Starkes Album!

Dirk           

DEFKROM "Gift in deinen Adern" 2010

Na was haben wir denn hier? Eine Reliquie aus den 90er Jahren? Mag sein, jedoch werden Defkrom diese Zeit entweder verehren oder es ist purer Zufall, dass ihr 2010er Werk rein klangtechnisch den späten 80er bis frühen 90er Jahren zuzuordnen ist. Wenn man genau hinhört, dann kann man aber auch noch ein paar dunkle Spuren Schwarzmetal ausmachen. Kein Wunder, hatten sich Matthias und Patrick in ihrer ehemaligen Band "Luror" dem Black Metal hingegeben.  metaltalks.de ist ja mittlerweile bekannt dafür, dass wir auch ältere bis prähistorische Veröffentlichung besprechen. Was uns auch immer an Musik in die Hände fällt und zu überzeugen weiß, das wird hier besprochen, weil es besprochen werden muss.

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