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Breakdown Of Sanity "Perception" 2013

In der vielseitigen Welt des Modern Metal ist es mittlerweile zu einer Herausforderung geworden, musikalische Perlen von Durchschnittsgeballer zu unterscheiden. "Perception", die neueste Scheibe von den Schweizern BREAKDOWN OF SANITY, gehört zweifelsohne zur ersten Kategorie und klingt nicht ansatzweise nach 0815 Post Hardcore.

Bereits in "Exordium" wird durch Einspieler aus Konfliktsituationen jeglicher Art ein Spannungsbogen aufgebaut, der definitiv Lust auf den ersten Nackenbrecher der Schweizer macht und dieser kommt in Form von "Crumble" auch mit Lichtgeschwindigkeit um die Ecke gebrettert. Der einführende Breakdown und die folgenden Staccato-Riffs bügeln dem Hörer in Null-Komma-Nichts die Falten aus dem Gesicht. Die Melodik im Opener kündigt schon an, dass sich BREAKDOWN OF SANITY in diesem Bereich stark weiterentwickelt haben, was auch in den folgenden Songs nochmals unterstrichen wird. In "Hero" überzeugen neben der besagten Melodik im letzten Drittel des Songs vor allem die knochenbrechenden Breakdowns und der markante Gesang von Röhre Carlo, der einem zwischenzeitlich mit seinen Growls und Screams droht ins Gesicht zu spucken. "The Writer" macht genau da weiter, wo die ersten beiden Songs aufgehört haben. Die anfänglichen Riffs sind sowas von fett und lassen den breakdowngeschwängerten Song in einem ganz anderen Licht erscheinen, wodurch dieser 5 Minuten lange Brecher einen ersten Höhepunkt auf dem Silberling der Schweizer setzt.

"Blind" wiederum lebt von seiner Aggressivität, die vor allem wieder in den Vocals und den eher depressiven Riffs zum Tragen kommen. Das Zusammenspiel zwischen Screams, Cleangesang und Growls drückt dem Song "Scissorhands" seinen unverkennbaren Stempel auf, während das darauffolgende "Perception"- ein melancholisches Instrumental - den Hörer kurzzeitig in ruhigeres Fahrwasser führt. "The Gift" packt ihn aber wieder im Handumdrehen an den Lauschlöffeln und wirft ihn in den heimischen Moshpit. B.O.S. machen auch hier keine Gefangenen und feuern zuerst mit den genretypischen Breakdowns um sich wie eine frisch geölte AK und packen dann wieder ihr gewaltiges Riffwerk aus, wodurch der Song eine super Struktur und einen würdigen Abschluss bekommt. Ganz große Klasse! Der Nachfolger "Deliverance" wird von Patrick Schmid begleitet (Vocalist von Clawerfield), während "Chapters" mit einem Circle-Pit-tauglichem Einstieg immer weiter aufs Gaspedal tritt. Mit abgedrücktem Abzug wird in psychedelische Riffs übergeleitet, die später von Gitarrensoli und dann wiederum von melodisch unterlegten Breakdown-Parts abgelöst werden. All diese Zutaten sorgen für einen wunderbar brutalen Post-Hardcore-Eintopf, der durch eine ordentlichen Brise Abwechslung die notwendige Würze erhält. "Invisible Scars" steht den vorherigen Songs in Nichts nach, kommt allerdings etwas schneller daher und verpasst dem Hörer ein standesgemäßes Trauma im Nackenbereich. "Cardiac Silhouette" bildet einen würdigen Abschluss für die Langrille der Schweizer und vereinigt in kompromisslosen 7:18 Minuten nochmal alle Elemente, die dieses Album so besonders machen. Melodik und Breakdowns beherrschen das Szenario, während angepisste Gesangsparts und Cleanvocals in einander verschmelzen.
BREAKDOWN OF SANITY haben in Form von "Perception" ein abwechslungsreiches Album auf den Markt geschmissen, das sich eindeutig vom Durchschnitt der Modern Metal Bewegung abhebt und noch eine lange Zeit, da bin ich mir sicher, in den Ohren der Fans hängen bleibt.

 

Robby


Tracklist Breakdown Of Sanity "Perception" (52 min)

 

  • 1. Exordium
  • 2. Crumble
  • 3. Hero
  • 4. The Writer
  • 5. Blind
  • 6. Scissorhands
  • 7. Perception
  • 8. The Gift
  • 9. Deliverance (Feat. Patrick Schmid)
  • 10. Chapters
  • 11. Broken Wings
  • 12. Invisible Scars
  • 13. Cardiac Silhouette
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