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Volbeat & Airbourne Berlin Wuhlheide 31.05.2013

Volbeat & Airbourne

Berliner Kindl Wuhlheide 31.05.2013 

Endlich war der Tag ran, es sollte in die Wuhlheide zu Berlin gehen, zu Volbeat und Airbourne und die Vorfreude war entsprechend groß! Doch was ist das? Der Himmel öffnete am Nachmittag seine Pforten und es schüttete, dass manch gläubiger Katholik begann, mit dem Gedanken zu spielen, seine Axt zu schultern und schonmal vorsorglich 'n paar Bäume zu Brettern zu verarbeiten, um im Bedarfsfall die Arche 2.0 zusammen zu zimmern.

Die Sorge, ob denn die Open Air Veranstaltung unter diesen Bedingungen überhaupt stattfinden könne, wuchs von Minute zu Minute, denn es war kein Ende des himmlischen Flächenbombardements zu erkennen. Egal, wird schon, also meinen Kumpel eingesackt und ab dafür nach Treptow-Köpenick, zum Ort des Geschehens und siehe da, es besserte sich - geht doch!

Kaum angekommen war die Hütte schon gerammelt voll und trotz des beschissenen Wetters war die Laune der Anwesenden durchweg blendend, als könnte sich der gemeine Rocker von solch Unwichtigem wie dem Wetter beeindrucken lassen. Also erst mal 'n Bier zur Entspannung und dann konnte es ja los gehen, was es auch postwendend tat.

Bei immer noch leichtem Nieselregen enterten die Jungs von Airbourne die Bühne und vom ersten Ton an, den die P.A. von sich gab, war die Stimmungslage der Anwesenden auf Höchstniveau, wobei noch zu erwähnen wäre, dass der Sound der Anlage einem fast das Mark aus den Knochen massierte! Meine Fresse war das Fett und druckvoll für ne Freiluftveranstaltung. Habe ich so auch nicht immer und überall erlebt. Respekt!

Die Australier machen mit ihrem Sound aber auch einfach nur gute Laune und zockten einen sehr souveränen und von Glanzstücken gespickten Gig, welcher gebührend honoriert wurde. Natürlich durfte der obligatorische Ausflug von Frontmann Joel O’Keeffe ins Publikum nicht fehlen und so ließ er sich praktisch ein mal durch die komplette Wuhlheide auf den Schultern eines Ordners tragen und spielte sich dabei auch noch den Arsch ab! Keine Ahnung wie der Typ das macht aber es sorgte für sehr viel Erheiterung und frenetischen Jubel der Anwesenden. Doch es kam wie es kommen musste, nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit, war der Spuk dann leider auch wieder vorbei. Das Publikum hatte exakt den richtigen Level erreicht, um dem - was ja noch kommt - entgegen zu fiebern. Klasse Vorstellung und einer der besten Opener, die ich je gesehen habe. 

Die Umbaupause erschien dementsprechend auch viel zu lang und in der Tat, ließen die Herren um Frontmann Poulsen auch wirklich nen Tick zu lange auf sich warten, ehe das Erlöschen der Lichter und das einsetzende Intro die Wartezeit beendete.

Volbeat 

Die Meute war in Hochstimmung, der Regen war verebbt und Poulsen und Co. stiegen mit „Hallelujah Goat“ in den Abend ein, etwas ungewöhnlich, aber das war schließlich völlig egal. Die Wuhlheide kochte und jedes Wort wurde lauthals mitgesungen oder gegröhlt - je nach Pegel des Einzelnen. Der Sound war gigantisch und tatsächlich noch 'ne Priese besser als bei Airbourne, von der ein oder anderen Rückkopplung mal abgesehen.

Poulsen sah in seiner schwarzen Lederjacke und einer perfekt sitzenden Tolle aus, wie Elvis in seinen besten Tagen und die Jungs verströmten eine Energie und Spielfreude, dass es einfach ein Genuss war. Weiter ging es mit „A New Day“ und „Guitar Gangsters & Cadillac Blood“, "Pearl Hart" , "Heaven or Hell" und natürlich nicht weg zu denken - „Ring of Fire“ in verkürzter Form. Bis jetzt war jeder Schuss ein Treffer und das sollte sich auch für den Rest des Gigs nicht spürbar ändern, auch wenn das neue Material vielleicht hier und da nicht mit ganz so viel Enthusiasmus abgefeiert wurde. Wobei gesagt sein muss, dass sich die Setlist, entgegen der letzten Jahre, doch ziemlich am aktuelleren Schaffen der Dänen orientierte, sodass der ein oder andere ältere Gassenhauer leider der Schere zum Opfer fiel, so auch „Only wanna be with You“. Sehr Schade, aber man kann nicht alles haben.

Dennoch ging es munter weiter und die Frage ans Publikum, ob man denn außer Volbeat noch andere Metalbands mag, wurde von den Gefragten mit „JA“ beantwortet. Poulsen fragte „Rammstein“? Publikum „JA“ und dann zockten die Dänen „Ich hab keine Lust“ von Rammstein an, saugeil! Selbes Spiel mit Judas Priest und „Breaking the law“. Danach bat Herr Poulsen kurz um Ruhe, um Jeff Hanneman zu Gedenken, nur um darauf die Wuhlheide mit „Raining Blood“ in einen Hexenkessel - kurz vor der Detonation - zu verwandeln. Wenn die den Song ausgespielt hätten, wäre der Leibhaftige wohl aus der Hölle entstiegen, um kurz nachzusehen, was da im Süden von Berlin los ist, so hat die Wuhlheide getobt. Unglaublich... (Textpassage mit Gänsehautfaktor - Anm. v. Dirk) 

Der Rest des Abends setzte sich dann aus "Sad Man's Tongue", "Lola Montez", "Fallen ","The Nameless One", "16 Dollars", "A Warrior's Call"," Mary Ann's Place", "Dead But Rising Maybellene I Hofteholder", "The Hangman's Body Count", und "Still Counting" zusammen, bis es in die „Pause“ ging, welche den ohrenbetäubend lauten „Zugabe, Zugabe“ Rufen glücklicherweise nicht sehr lange dauerte, um den Abend dann mit "Doc Holliday", "Cape of Our Hero", "The Mirror and the Ripper" und als letztes "Pool of Booze, Booze, Booza" zu beenden.

Die Jungs hätten die ganze Nacht spielen können, so einen Spaß hat es gemacht aber irgendwann is halt Schluss. Alles in allem ein phantastischer Auftritt, ein zufriedenes Publikum, das Wetter hat mitgespielt, jedoch die Tourshirts waren am Ende nur noch in „S“ erhältlich, sehr zu meinem Verdruss. 

Immer wieder und liebend gerne zu Volbeat 

 

Danny

 

 

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