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King 810 + Magnacult Bi Nuu Berlin 30.9.2014 Live Review

Am 30. September 2014 kündigten sich KING 810 an, um die Hauptstadt mit ihren Nu-Metal-Klängen in die Knie zu zwingen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erfreut sich der Vierer bereits größerer Bekanntheit und wird als neuer Nu-Metal Export à la Slipknot und Korn hoch gehandelt. Metaltalks wollte sich selbst überzeugen, was hinter den Jungs aus Amiland steckt und machte sich auf ins nur mäßig gefüllte Bi Nuu am Schlesischen Tor. Ob das auf die Konzertverlegung (Anmerkung d. Red.: King 810 bekamen das Angebot mit Korn durch die USA zu touren und cancelten dafür viele Europa-Dates) oder die "Unbekanntheit" der Kings zurückzuführen ist, bleibt fraglich.

Als Einheizer dienten an diesem Abend MAGNACULT aus den Niederlanden. Mit einem erfrischenden Mix vieler Metalgenres wurden die fünf Jungs aus Amsterdam ihrer Rolle gerecht und sorgten für erste kleinere Nackenzuckungen. Hier ein bisschen Death Metal, da die typischen Nu-Metal Bass-Parts, die Korn nicht hätten besser spielen können, und an der ein oder anderen Stelle scheppernde Breakdowns – mit dem Fünfer wurde es definitiv nicht langweilig. Magnacult agierten klasse mit dem Publikum und forderten die Metalheads vor der Bühne immerzu auf, zu zeigen, dass in Deutschland nicht nur der Fussball weltmeisterlich ist, sondern auch die Liebhaber der härteren Musik! So bleiben Magnacult als eine Band in meinem Gedächtnis, die durch Sympathie und Abwechslung einfach Spaß macht. Diese Jungs haben mehr als die Support-Rolle verdient!

Nach diesem äußerst guten Aufwärmprogramm konnte man nun auf KING 810 gespannt sein. Bereits die laute Hip-Hop-Gangsterstyle-Musik, die von ganz bösen Ghetto-Jungs zu stammen schien, machte mich allerdings stutzig. Schließlich schlichen sich die Amis in den Schwaden des eingesprühten Nebels auf die Bühne und schmetterten den ersten Song ins Bi Nuu, was bei zahlreichen Anhängern der Kings zu ekstatischen Wutausbrüchen führte. Nicht sonderlich begeistert von den ersten Klängen der Combo, war ich dementsprechend auf das folgende Liedgut gespannt. Allerdings konnten mich die Jungs aus Michigan zu keinem Zeitpunkt ihres Sets wirklich vom Hocker hauen. Zuviel Gangsterattitüde, keine Interaktion mit dem Publikum sowie eintöniges Riffwerk zauberten mir die berühmten 3 Fragezeichen über die Metalmähne. Lediglich zwei ruhigere Akkustiksongs im hinteren Teil des Sets, brachten einen Funken Abwechslung in das ansonsten fade Set, gezeichnet von zu viel Aggressivität, die einfach aufgesetzt wirkte. 

Dementsprechend werden King 810 meines Erachtens einfach nur maßlos überschätzt und haben im Gegensatz zu Nu-Metal-Größen wie Korn und Slipknot keinen Partikel Eigenständigkeit im musikalischen Herzblut! Will der Fünfer mit seiner Musik die Erfahrungen auf den Straßen ihres Heimatorts widerspiegeln, gelingt dies mit der an den Tag gelegten Aggressivität der Band ganz gut. Musikalisch darf man von King 810 jedoch nicht zuviel erwarten. 

Robby


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