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Die Apokalyptischen Reiter, Tanzwut und Die Vorboten C-Club - Berlin 16.10.2014 Live Review

Am 16. Oktober 2014 wurde es am Platz der Luftbrücke apokalyptisch, denn die Reiter waren im C-Club zu Gast. Nach den letzten Alben der 5-Mann Kombo aus den deutschen Landen, die den musikalischen Stilwechsel weiter untermauerten, waren wir gespannt, ob die Herren auf der Bühne etwas gefestigter in ihren Satteln sitzen.

Die Vorhut der düsteren Reiterei bildeten Die Vorboten und Tanzwut. Vor einer beachtlichen Menge an musikhungrigen Metallern, schleuderten „DIE VORBOTEN“ die ersten Töne in den C-Club.

Mit einer sehr abwechslungsreichen Performance und 'ner talentierten Frontröhre, die einigen Zuschauern die Augen aus den Höhlen treten ließ, brachten die Boten ihre Post erfolgreich an den Mann. Belustigende Animations-Ideen erzeugten frischen Wind in dir aufgeheizten Lokalität und versetzten einige Metal-Mähnen erstmals in Habachtstellung für den nächsten musikalischen Appetizer.

Nun lag es an TANZWUT dieses Potential zu nutzen und die Menge gebührend aufzuheizen. Gänzlich unvertraut mit der Musik der Berliner Band war ich gespannt, was die Lokalmatadore zu bieten hatten. Als die Tanzwütigen die Bühne enterten, wurden sie bereits frenetisch abgefeiert und es schien als könnte an diesem Abend gar nichts schief laufen. Die Truppe um Frontmann Teufel nutzte ihren Heimvorteil gnadenlos aus und dementsprechend wurde jeder einzelne Song von der tanzwütigen Community lautstark honoriert. Meine neue Lieblingsband wird Tanzwut nicht, dem Metalpöbel am Columbiadamm hat es jedoch gefallen, sodass man den Gig der Berliner Stadtmusikanten getrost unter dem Prädikat 'erfolgreich' abheften kann.

Nachdem beide Support-Acts den Club auf kuschelige Kaminzimmer-Temperatur geheizt haben, waren die APOKALYPTISCHEN REITER endlich an der Reihe. Zunehmend bewegten sich die Leute vom Biergarten ins Halleninnere und sorgten mit einem weiteren Bierchen abermals für das leibliche Wohl, welches vom Auftritt der Reiter arg gefährdet sein sollte. Gesagt getan, betrat die Kavallerie auch schon ihr Schlachtfeld. Ausgestattet mit einem Köcher voller guter Songs, feuerten die Jungs dementsprechend die ersten Klänge von "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" ins Auditorium. Das Berliner Publikum war sofort da, schrieb sich diesen wahrhaft historischen Satz hinter die Ohren und begab sich brüderlich - Arm in Arm - auf eine fantastische musikalische Reise durch viele Reiteralben. Ob "Der Adler", "Friede sei mit dir" oder der obligatorische "Seemann", die Reiter bedienten nahezu jedes Albums ihrer Schaffensphasen.

Fuchs fegte über die Bühne, wie ein Angestochener. Dass er sich in Saarbrücken den Arm gebrochen hat, nachdem er sich entschied mal kurz von der Bühne zu fallen, fiel hierbei gar nicht auf. Aber auch seine Kollegen Volk-Man und Ady ließen keine Gelegenheit aus, Berlin zu zeigen, wie man richtig headbangt. (Die Bilder sprechen für sich!!) Wirklich jeder Text wurde von der Fangemeinde musterschulmäßig mitgesungen und gefeiert. Mein persönliches Highlight in der apokalyptischen Setlist kam dann mit dem 2. Track vom 2000er Langeisen "All You Need Is Love" daher. Genau, "Unter der Asche" !! Die kreisenden Köpfe einiger alteingesessener Apo-Fanatiker zeigten mir, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine da stand. Die "Reitermania" lud zu einer kleinen Feier-Pause auf dem Schlachtfeld ein. Kurzerhand wurde ein Metalhead der jüngsten Generation in ein Schlauchboot gesetzt, um sich - von dem Fußvolk unter ihm - tragen zu lassen. Als Sahnehäubchen oben drauf durfte sich der unfreiwillige Bootsmann am Merchstand auch noch ein schickes Textil aussuchen, damit seine Klassenkameraden sofort wissen, wo der musikalische Hammer hängt. Super Idee!!! Mit drei Zugaben in den Ohren - darunter auch das durchaus tanzbare "Du kleiner Wicht" - konnte der Ranzen geschnürrt und die Heimreise angetreten werden.

Das Fazit des Abends fällt kurz und schmerzlos aus: Auch wenn die neuen Scheiben der Reiterei für mich nicht das Non-Plus-Ultra sind, live sind die Jungs immernoch allererste Sahne. Auf der kommenden Akustik-Tour könnte es zwar etwas ruhiger zugehen, sollten die Reiter jedoch mit ihrer nächsten Scheibe wieder einmal die Apokalypse in Deutschland verkünden wollen, ist dies definitiv einen Besuch wert. 

Robby

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