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...And You Will Know Us By The Trail Of Dead & Your Faverite Enemies Live Review Lido 10.11.2014 Berlin

Liveberichterstattung vom Midnight Masses, Your Faverite Enemies …Trail of Dead Event LIDO 10.11.14 

Durch organisatorisches Tohuwabohu kann ich an dieser Stelle nichts über den Auftritt von Midnight Masses (dem Sideprojekt von Basser Autry Fulbright und Gitarist Jason Reece von…T.o.D.) sagen, da ich das Lido erst nach dem Auftritt besagter Band betreten konnte. Es folgte mit Your Favorite Enemies eine Kapelle, die mir bis zu diesem Abend nicht viel bis gar nichts sagte, sich  aber trotzdem als ein Knaller entpuppte, der einerseits mit sehr atmosphärischen und anderseits mit ordentlich nach vorne preschenden Songs zu punkten wusste.

Das Sextett aus Montreal bot schon rein optisch ein Kontrastprogramm, das durch den an Iggy Pop in jungen Jahren erinnernde Sänger Alex Forster und seine männlichen - zum Teil mit ordentlich haarigen Kopf-und Gesichtsschmuck gesegneten - Mitmusiker in Szene gesetzt wurde. Die im Bandkontext fast schon zierlich & zerbrechlich wirkende Miss Isabell an den Keys, gab dem Reigen die gewisse Note.

Genau wie die optische Darbietung gefiel auch die Musikalische mit einem furiosen Wechselbad der Emotionen. Neben streckenweise dem Ambientsound nahestehenden Passagen, die fast ohne Ansatz von brachialen Noiseeruptionen niedergewalzt wurden, folgte auch einfach nur ein grandioses Zusammenspiel in ausufernden - fast schon Jamniveau erreichenden - Tracks. Zum Abschluss dieses beeindruckenden Sets gab es - und ich muss meinen Hut(den ich allerdings nicht trage) ziehen - ein Novum in meiner Konzertkarriere. Man sieht ja häufig Sänger oder auch die Saitenfraktion zu Besuch im Publikum, aber das, was nun folgte ( RESPEKT!!!), nämlich ein kompletter Bandumzug ins Publikum, um seinen Set zu beenden, hatte ich bis zu diesem Konzert noch nicht gesehen.

Respekt auch vor dem Publikum, das sich eines teilweise ins Publikum geworfenen Schlagzeugs gegenübersah und trotzdem die Energie aufnahm, um mit der Band den Auftritt zu beenden. Der Einfall des Sängers, sich vom Publikum zum Tresen tragen zu lassen, ist natürlich auch nicht von schlechten Eltern auch wenn der Rückweg ohne ein leckeres Kaltgetränk bestritten wurde.

Danach folgte eine Zweizigarettenpause und ab ging die wilde Hatz mit dem allseits bekannten Intro von „Worlds Apart“. Zu Beginn machte ich mir noch Sorgen, dass Conrad Keely dieses Konzert - jedenfalls nicht als Sänger - über die Zeit bringt, denn meiner Meinung nach hatte sich einen gewaltiger Frosch in seinem Hals breitgemacht. Nach ein bis zwei Titeln groovte er sich und somit waren meine Sorgen nicht mehr von Bedeutung. Aber selbst wenn, mit solch talentierten Mitsängern & Musikern an seiner Seite, kann einfach nichts schief gehen. ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead boten einen bunten Querschnitt ihres Schaffens incl. einiger Tracks der neuen Scheibe. Der Vierer punktete mit einer latent asteckenden Spielfreude, die sich wie eine Welle über das gesamte Publikum ausbreitete. Naja, das sollte dieser Multitasking-Truppe plus Verstärkung aber auch nicht schwer fallen. Ich sage nur: Schlagzeug-/Gitarren-/Gesangsduo Jason Reece und Jamie Miller und ihre wechselseitige Bedienung der Instrumente mit dementsprechenden Performance-Anteil. Dass Autry Fulbright eine ausgemachte Rampensau ist, sollte nach diesem Konzert jedem klar sein. Seine Ausflüge ins Publikum untermauerten dies. Ja ja, früher war alles besser, als man noch mit zwei Schlagzeugen agierte, aber was Jason und Jamie plus Gitarrentech (der auch später noch mal ins Geschehen mit Gitarre eingriff) auf dem Schlagzeug fabrizierten, war allererste Sahne. Ein zusätzlichen Energieschub gab es noch durch den Geburtstag von Jason Reece, der sich hautnah und ausgiebig vom Publikum feiern ließ.

Die musikalischen Qualitäten dieser Zaubermusikanten sind über jeden Zweifel erhaben. Eins nochl: ich bin Fan der straighteren Songs, aber auch die ruhigen Passagen animierten mich zum Mitwippen des Geläufs und wussten zu gefallen, ach Quatsch, waren ebenbürtig. Also wer ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead  noch nicht live gesehen hat, ab durch die Mitte, egal wie weit der nächste Veranstaltungsort entfernt ist. So dat wars von meiner Seite.

Doc / Fotos: Stephanie Bujold


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