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Raven + Metal Law - Live at Comet Berlin - Review 16.09.2016

Die seit Jahren in den USA lebenden UK Metaller von Raven hatten sich am gestrigen Mittwoch Abend die "ExtermiNation" jeglichen Zweifels an ihren Fähigkeiten auf die stählerne Fahne geschrieben. Doch zuvor mussten die Haupstäder Metal Law auf die Bretter. Der relative kleine Comet-Club war nur übersichtlich gefüllt, als die ersten True Metal Töne die Luft verdammt eisenhaltig werden ließen.

"REUDIG"! Mit diesem Bandnamen gingen Mister Degling und seine Mannen bereits 1997 ins Rennen. Nach diversen Besetzungswechseln und den üblichen Aufs und Abs, benannte man sich schließlich in Metal Law um, löste sich auf und reformierte sich 2014 neu. Zwei Alben haben Metal Law in ihrer Bandgeschichte bis dato eingespielt. Das Dritte ist noch für dieses Jahr geplant, zumindest sollte "Hellride" - so der Titel - 2015 über Metal on Metal Records veröffentlicht werden.

Ob die Berliner True Metaller nun eihundertprozentig zu Raven passten, sei dahingestellt. Sie lieferten auf alle Fälle einen soliden Gig, der professionell und routiniert wirkte. Im Endeffekt war das Gebotene unantastbar. Ein Mindestmaß an spielerischen Fähigkeiten, Stage-Aktivitäten und Interaktionen mit der noch dröge dreinschauenden und alltagsgebeutelten Menge. Metal Law bringen in jedem Fall das nötige Rüstzeug mit, um den Ansprüchen einer klassischen True Metal Band gerecht zu werden. Sollten sie in absehbarer Zukunft jedoch mehr vorhaben, dann müssen sie freilich noch eine ordentliche Kelle draufpacken.

Kleiner Club, große Umbaupause! Raven ließen lange auf sich warten. Punkt 22:00 Uhr begab  sich das mittlerweile betagte Urgestein der 1. NWOBHM-Welle auf die Bühne. Berlin empfing Raven mit frenetischem Jubel, während Mark, John und Joe sich hinter ihre Instrumente klemmten, um für die nächste Stunde ein Feuerwerk abzufackeln, dass uns nicht so schnell aus dem Kopf gehen wird. Vielleicht muss man nicht alle Alben der Raben besitzen, doch bevor man in die Grube fährt, sollte man Raven unbedingt einmal live gesehen haben. Punkt!

Raven gründeten sich Mitte der 70er!, gingen - wie es damals üblich war - 1980 mit 'ner Single ins Rennen, veröffentlichten 1981 ihr Debütalbum "Rock Until You Drop" und haben seit dem in relativ unregelmäßigen Abständen 13 Studio Alben veröffentlicht. Die Liste der EPs, Singles, Compilations etc. ist ungleich länger. Um das Ausmaß des Kults zu unterstreichen, will ich nicht unerwähnt lassen, dass Metallica und Anthrax Anfang der 80er Jahre im Vorprogramm der aus Newcastle stammenden Band spielten. Noch Fragen? Ok, ein neues Album haben sie ebenfalls am Start. "ExtermiNation" erschein am 24.4.2015 über Steamhammer - SPV.

Es wurde warm und logischerweise recht kuschelig vor der Stage. Erste Die-Hard-Fans positionierten sich direkt vor der Bühne, um ihren Helden so nah wie möglich auf den Leib rücken zu können. Der Tanz konnte also beginnen. Und wie er begann! John Gallagher riss 2-3 mal die Arme in die Höhe, Berlin verstand und los ging die Reise in die wilden 80er Jahre. Freunde, mit welch einer Leidenschaft die Jungs nach all den Jahren noch unterwegs sind, sprengt jegliches Vorstellungsvermögen. Das ist schlicht und ergreifend High Energie Metal! Der erste Höhepunkt auf der Setlist in Berlin war zweifelsohne der Titeltrack des '81er Albums "Rock Until You Drop". Unfassbar, der Saal stand das erste mal Kopf! Aus den angesagten 60 Minuten + Zugabe sollten geschlagene 105 Minuten Intensivkur in Sachen Heavy Metal werden. Dass hier nicht alle Alben bedacht und nicht jeder Song gespielt werden konnte, war von Anfang an klar. Doch Tracks der Marke "Faster Than The Speed Of Light" standen natürlich genauso auf der Setlist, wie der Opener des aktuellen Albums. Mark Gallagher zu beobachten, war allein schon den Weg zum Konzert wert. Es wollte einfach kein Ende nehmen und niemand der Anwesenden wollte, dass es ein Ende nimmt. Raven zelebrierten Song für Song! 105 intensive Raven-Minuten brachten das Fass zum Überlaufen, sodass der ausgepresste Club am Ende nur noch seine stählernen Türen öffnete, um die Heavy Metal-geschwängerte Luft in die noch immer belebten Straßen Berlins zu pumpen. Einmalig!

Dirk



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