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CANCER BATS + THIS DRAMA / Aguere Cultural - La Laguna, Tenerife Live Review 12.09.2015

Cancer Bats veröffentlichten am 6. März 2015 ihr aktuelles Album "Searching For Zero", das weltweit gute Kritiken einfahren konnte. Ein Grund mehr den aus Ontario stammenden Hardcore Punkern auf den Live-Zahn zu fühlen. Dass wir aus Teneriffa berichten können, wundert im Übrigen nicht nur uns. Es ist unfassbar und Dank unseres fachkundigen Neuzugangs Carlos, der seit 3 Monaten unsere Social Media Aktivitäten betreut, möglich. Here we go: 

Ich muss wirklich zugeben, dass ich die Jungs aus Kanada kaum kannte. Als das Konzert vor Monaten angekündigt wurde, waren sie mir nur ein Begriff, weil ich mal in der Metal-Presse gelesen hatte, dass sie als Vorband von Danzig in den Staaten aufgetreten sind. Nicht schlecht, dachte ich mir und so entschied ich mich das Konzert doch zu besuchen.

Die Entscheidung fiel aber nicht so schwer, da auf der Insel Teneriffa kaum Konzerte in dieser Richtung stattfinden. Zum Glück hat sich in den letzten Jahren etwas getan und so gibts immer wieder solche Überraschungen mit internationalen Acts, die sonst nur auf dem spanischen Festland spielen würden. Das Aguere ist ein altes Mehrsaalkino, das vor einigen Jahren für Kulturveranstaltungen umgebaut wurde. So ist jetzt aus Saal 2 ein Konzertraum mit Kapazität für 300 Leute geworden. Das Ganze liegt in La Laguna, der Studentenstadt und ehemals Hauptstadt der Insel. Schon als wir angekommen sind, war eins klar: das wird heute eine ganz heiße Angelegenheit werden. Später wurde uns bestätigt, dass das Konzert komplett ausverkauft war. 15 Euronen (12 im Vorverkauf), um Cancer Bats mit ihrer befreundeten lokalen Band This Drama zu sehen. Auf dem Poster standen ebenfalls die Katalanen Wilderness, deren Gig  aber leider abgesagt wurde.

Schon 2012 kamen die Kanadier Cancer Bats einmal nach Teneriffa und ebenfalls hing das “Sold Out”-Schild vor der Location. Pünktlich um 22Uhr kamen This Drama auf die Bühne. Die vier Jungs aus Teneriffa hatten eine Menge Fans im Schlepptau und brachten das Aguere Cultural mit ihrem Easy-listening PunkRock locker zum kochen. Die Band, die zurzeit ihr 10-jähriges Bestehen feiert, kann auf ein Paar ziemlich erfolgreiche Jahre zurückblicken, u.a. mit Tourneen in den USA und Kanada. Das amerikanische Label Deep Elm Records, das auch Bands wie Jimmy Eat World oder Nada Surf unter Vertrag hat, ist jetzt ihr Zuhause. Im Rahmen ihres ca. 40 minütigen Gigs konnten This Drama ihre Fans restlos begeistern, die in den ersten Reihen des damaligen Kinosaals alles gaben. Sänger und Frontman Asdrúbal feuerte dabei die Menge durch seine Ansagen massiv an.  Wenn auch die Lüftung zu funktionieren schien, war's im Aguere richtig heiß, sodass selbst der Boden nass wurde und viele Leute oben ohne rumliefen. (OK? Anm. d. Red) Ein Bier draußen an der Bar zu ergattern, wurde zu einer echten Herausforderung. Später hieß es sogar, dass der ganze Hopfensaft ausverkauft wäre...so bleibt uns auf den Kanaren nichts anderes übrig, als auf den lokalen und vor allem leckeren Rum umzusteigen.

Cancer Bats ließen sich mindestens eine halbe Stunde Zeit, bevor sie endlich mit ihrem Auftritt loszulegten. Aber dann gings richtig zur Sache. Sänger Liam Cormier war in bester Laune und so ließ er sich auch nicht nehmen, das Publikum mit seinen witzigen Spanischkenntnissen zu amüsieren. Der Bassmann von This Drama, der das Ganze seitlich von der Bühne mitverfolgte, musste sich angesichts des von Cormiers ausgesprochenen Quatsches wirklich kaputtlachen. Wirklich der komplette Saal wurde von den überaus schweren Hardcore Punk Tönen im Verlaufe des Konzerts mitgerissen. Vor der Stage  konnte man kaum mehr stehen, weil dort ständig ein Circle-Pit am Laufen war. Mit Songs wie “Bricks and Mortar”, “Pray for Darkness”, oder dem Kracher aus ihrem 2010er Album “Bears, Mayors, Scraps & Bones”, “Fake Gold”, hat man gemerkt, dass Cancer Bats auf alle Fälle eine Live-Band ist, die bei einem so begeistertem Publikum richtig Spaß machen kann. Der Höhepunkt war zweifelsohne das Cover von den Beastie Boys “Sabotage”, bei dem fast jeder mitgröhlte. Nach einer guten schweißtreibenden Stunde ging leider auch dieses Set zu Ende. Unglaublich: alle Fans verließen den Saal mit einem mehr als zufriedenen Gesicht. Die Bar war das nächste Ziel im Aguere, an der zu fortgeschrittener Stunde auch Bandmitgliedern auftauchten, um mit den Leuten ausgelassen zu plaudern. 'Ne amtliche Indy-Metal-90er Party begleitete das Geschehen, aber eben ohne Bier.

Carlos B. Crosa (Kato)

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