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Unleashed "Dawn Of The Nine" Album Review

 

Wer kennt sie nicht? Wer weiß als Death Metal Fan ihre Musik nicht schon seit Anfang der Neunziger zu schätzen? Wohl keiner! Vorausgesetzt, man weilte damals schon auf diesem Erdball. Die Schweden Unleashed haben das erschaffen, was ihre Landsleute von Amon Amarth Jahre später - aber wesentlich erfolgreicher - fortsetzten.

Seit der Veröffentlichung ihrer Demos 1990, schickten Unleashed - einschließlich des neuen Albums - 12 Langeisen über die Regenbogenbrücke. Auch wenn Thors Hammer nicht immer vor Glanz erstrahlte, Unleashed sind sich und ihren Warriors treu geblieben und lieferten Album für Album solide Handwerkskunst ab. Dafür werden sie von ihren Fans verehrt und geliebt. Ihren markanten Sound erkennt man auch im größten Schlachtgetümmel, dabei kristallisierte sich gerade in den letzten Jahren eine recht unkonventionelle Spielweise der Rhythmus-Fraktion heraus. Achtet mal darauf! Über allem thront die unverwechselbare Stimme des Vorzeige-Nordmannes Johnny Hedlund.

"Dawn Of The Nine" wird ab morgen Europas Horn-Kämpfer in die Schlacht führen. Der erste Testlauf offenbart einen frischen Sound, der durch mittlere Frequenzen geprägt ist. Keine muffige Tieftonwalze also, womit sich Unleashed auch dieses Mal vom Einheitsbrei langweiliger Standard-Produktionen abheben. Dieser Sound gibt der eingangs erwähnten Rhythmus-Fraktion die Möglichkeit, ihr unverwechselbares Spiel zu definieren. Besonders der 4-Saiter sowie die Rhythmus-Gitarre kommen perfekt zur Geltung und lassen meine Ohren vom ersten bis zum letzten Song gerade an diesem Alleinstellungsmerkmal kleben. Lediglich die ebenfalls sehr eigenen Leads reißen mich ab und zu aus dem Takt.

Nach einigen Durchläufen des Album steht eins fest: Für Ohrwürmer der Marke "Geht sofort ins Blut" ist auf "Dawn Of The Nine" kein Platz, vielmehr besticht das 12. Studiowerk der Schweden-Deather mit ausgefeilten Songstrukturen, die erst nach etlichen Rotationen ihre Genialität preisgeben. Wer trotzdem auf der Suche nach einem sogenannten Ear-Catcher ist, der wird möglicherweise hocherfreut auf Track Numero 8 (Land Of The Thousand Lakes) stoßen. Fight by your side! Ihm folgt der Titelsong, der gerade durch seine schleppend finstere Atmosphäre zu einem mächtigen Monster geworden ist.

Zusammenfassend muss ich sagen, "Dawn Of The Nine" ist ein breitbeinig stehendes Death Metal Album, das nicht jeden durchlässt, der unbedingt in Thors Halle möchte. "Dawn Of The Nine" sollt Ihr Euch verdienen! Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass in einigen Jahren, gerade "Dawn Of The Nine" zu den Alben gehören wird, an die man sich gern zurückerinnert. Insbesondere die wirklich gut strukturierten Songs machen den Reiz des Albums aus, auch wenn es mitunter kompliziert wirkt, aber das ist eben gute Musik!

 

Dirk

8/10 Talkern


VÖ: 24.4.2015  Label: Nuclear Blast



 

Aphonic Threnody "When Death Comes" - Review

Gaaaanz laaangsaam und zäh kriecht der schleppende Sound aus den aufrechtstehenden Särgen, in denen die lärmbringenden Kalotten ihr unheilvolles Werk verrichten. Aphonic Threnody haben sich dem sogenannten Doom Death verschrieben, und als wenn der Tod nicht ausreichen würde, gibt's den Weltuntergang noch oben drauf. Damit das faulige Fass auch wirklich überläuft, setzen ganz penible Doomster auch noch das Wörtchen Funeral davor. Funeral Doom / Death Metal! Ihr wollt nun sterben? Dann kommt mit auf eine Reise, deren Ende nicht in dieser Welt zu suchen ist.

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