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Live Review Magnum + Saga Huxley's Berlin, 13. Mai 2014

Wenn altehrwürdige Bands wie Saga und Magnum die Hauptstadt Berlin rocken, dann müssen wir unbedingt dabei sein. Erst recht, wenn die Jungs von Magnum ein derartiges Hammer-Album (Escape From The Schadow Garden) in den Orbit gedrückt haben. Die letzte Saga-Veröffentlichung datiert auf das Jahr 2012, wobei das neue Album "Sagacity" bereits mit den Hufen scharrt und Ende Juni die Prog-Welt bereichern wird.

Nach einem Interview mit Tony Clarkin von Magnum (erscheint in Kürze auf metaltalks.de) stürzten wir uns direkt ins Prog-Huxley's. Das ehemalige Konzerthaus, welches erstmalig Ende des 19. Jahrhunderts Erwähnung fand, indem früher nicht nur Militär-Kapellen spielten, sondern in den Sechzigern auch der edle Herr Hendrix, war mäßig gefüllt. Das Huxley's hat ein Fassungsvermögen von ca. 1600 Nasen, zumindest wenn es unbestuhlt ist. Aus hygienischen Gründen wollen wir das auch hoffen. An diesem Abend waren es ca. 600 Fans, wenn es hoch kommt.

Der Stimmung tat es keinen Abbruch, denn als Saga die Bretter der Bühne beschwerten, befanden sich viele Fans genau  in ihrer Welt. Los ging's mit "Don't Be Late", einem Klassiker vom 1980er Album "Silent Knight". Die ersten Reihen vor der Stage huldigten den Prog-Rockern aus Kanada mit außerordentlicher Textsicherheit. Es folgte "You're Not Alone" vom '79er Vorgängeralbum. Beide Tracks sind sind und waren seit vielen Jahren fester Bestandteil der Shows von Saga. Der Sound war an diesem Abend erstklassig. Nicht so einfach, wenn mann bedenkt, dass nur ca. ein Drittel der Halle gefüllt war. Ein Lob an die Spezialisten hinter den Reglern. Und noch 2 Dinge sind der Rede wert: Zum einen wäre das seitlich aufgebaute Schlagzeug zu nennen, was gerade beim Drum-Solo einen fantastischen Show-Effekt erzeugte. Mike Thorne, seit 2012 Drummer von SAGA, verdrosch die Felle nach allen Regeln der Prog-Kunst. Schon allein wegen des Drum-Solos, war der Weg ins Berliner Huxley's jeden verdammten Zentimeter wert. Für Saga ein Standard, in der Rock-Musik aber nicht ganz selbstverständlich, 3 Keyboards, welche von 3 unterschiedlichen Musikern bedient werden. Das Ergebnis waren tonnenweise übereinander gestapelte Sound-Türme, die mir nicht nur einmal 'nen eiskalten Schauer über den Rücken trieben. Awesome! Die Zeit verging wie im Fluge und eh ich mich versah, verließen Saga die Bühne, nur um nach lauten Zugabe-Forderungen selbige noch einmal unsicher zu machen. "Wind Him Up", vom 81er Album "Worlds Apart", stellte den krönenden Abschluss des SAGA-Gigs da, bei dem das anwesende Volk noch einmal ordentlich in Wallung kam und seine wirklich erstaunliche Textsicherheit unter Beweis stellte. 

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