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Rogash - Malevolence - Review

"Böswilligkeit" oder ähnlich plakative Plattentitel sind häufig auf Death Metal Alben zu finden. Klassisch, eindeutig und mit einer unverwechselbaren Botschaft: Death Metal ist kompromisslos und wird es auch bleiben.

Das zweite Album der Jenaer Todesblei-Maschine macht da keine Ausnahme, was im Übrigen nicht nur für die visuellen Attacken auf diesem Langeisen gilt. Rogash walzen ihre "Böswilligkeit" derart 90er-like durch die zweite Dekade des neuen Jahrtausends, dass jedem Oldschool-Fan ganz automatisch das kalte Herz auftauen sollte. Im ersten Moment noch recht schlicht, offenbart das tobsüchtige Konstrukt unter Kopfhörern diverse Feinheiten. 

Besonderes Augen- oder besser gesagt Ohrenmerk, sollte man den 6-Saitigen Äxten widmen, die rhythmisch als auch melodisch für etliche Höhepunkte sorgen. Als wenn dem noch nicht genug sei, hat sich das Quintett einen der Entwicklungs-Ingineure des klassischen Death Metal-Sounds ins Bot geholt, nämlich Dan Swanö (Ex-Edge Of Sanity), seines Zeichens verantwortlich für viele Produktionen in der Hochphase des schwedischen Death Metals. Mix als auch Mastering fußen auf seiner Erfahrung und bringen den Sound angemessen und transparent ins Spiel. Mit Song Numero 11 geben Rogash zwar noch "Refuse/Resist" vom '93er  Sepultura Album Chaos AD zum Besten, doch ändert das wenig an einem wohlverdienten und vor allem positiven Resümee. 

Death Metal ohne Schnörkel, der spätestens nach dem 3. Durchlauf überzeugt und für zufriedene Lauscher der Todeselei-Fraktion sorgen wird, so möchte ich das aktuelle Werk "Malevolence" von Rogash bedenkenlos bezeichnen. Punkt! 

 

Dirk

8/10 Talkern


Tracklist: 1. Intro 2. To The End 3. Daily Hate 4. None Shall Prevail 5. Fortunes Fangs 6. Dreams And The Flesh 7. Feed 8. Buried In Oblivion 9. Nightmares 10. Rogan Deathtrip 11. Refuse / Resist (Bonus)


VÖ: 26.2.2016 - Label: War Anthem Records




Insomnium - "Shadows Of The Dying Sun" 2014 - Review

Vortrefflich, vortrefflich! Im Mittelalter galt die Breite einer Strasse als vortrefflich, wenn Hochzeitskutsche und Leichenkarren aneinander vorbeikamen, ohne sich dabei großartig zu behindern. Welch ein bizarres Zusammentreffen, welch eine  außergewöhnliche Festlegung bzw. Norm, doch offensichtlich eine durchaus häufig aufgetretene Situation. Korrekt, dies ist eine passende Review-Einleitung - für das im April 2014 via Century Media veröffentlichte sechste Studioalbum der Finnen Insomnium - die, wer hätte es jetzt vermutet, vortrefflicher nicht sein könnte.

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