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Live-Review In Flames + Papa Roach + Wovenwar - While She Sleeps Berlin 29.10.2014 Columbia Halle

Es war schon eine andere Dimension - berücksichtigt man all die Konzerte, die wir in der letzten Zeit erlebt haben. Selbst die Bildung kam nicht zu kurz - in diesem Falle die Schlangenbildung vor der Berliner Columbia-Halle. Grundgütiger, im Halleninneren kämpften sich bereits While She Sleeps durch ihr Support-Programm, während wir im Freiluftgehege artig drauf warteten, dass man uns Einlass gewährte.

Womit die Engländer While She Sleeps von diesem Review freigestellt sind. Kein Lob, kein Spott, kein Bild und auch keine Prosa, lediglich in der Headline tauchen die Burschen auf. Sorry, aber trotz guter Organisation seitens des Veranstalters, war uns ein pünktlicher Einstieg nicht vergönnt, und dass obwohl wir kurz vor dem Konzert In Flames interviewten und somit quasi schon in der Höhle des Löwen waren. Mehr zum Interview mit Daniel von In Flames gibt es in Kürze.

Wovenwar, die US-Amerikaner aus San Diego, erklommen die Bühne und brachten die Columbia-Halle schon mal auf Betriebstemperatur. Wer es noch nicht wusste, Wovenwar entstanden aus der Asche von As I Lay Dying, deren Name von den übriggebliebenen Bandmitgliedern nicht mehr verwendet wurde, da er durch die Taten ihres Ex-Sängers zu sehr Schaden genommen hatte. Die Tatsache, dass As I Lay Dying in Form von Wovenwar auf der Bühne standen, erklärt wohl auch, warum es im Pit bereits ordentlich zur Sache ging. Wovenwar sind Vollprofis und nutzten jede Minute ihres relativ kurzen Gigs, um das Groove-Monster Wovenwar gebührend von der Kette zu lassen. Kurz und intensiv, der Crowd hats gefallen!

Was nun folgte war nicht nur die Umbaupause, nein - es war das Heimspiel einer der dienstältesten Nu-Metal Bands, die gerade zur Jahrtausendwende gigantische Erfolge zu verzeichnen hatte. Unsere Sandra traf Tony einen Tag vor dem Konzert, um dem Schlagzeuger das eine oder andere Geheimnis zum neuen Album (2015) abzuringen. Ob es ihr gelang, wird sich zeigen. Am 29. Oktober zumindest, gelang Papa Roach auf alle Fälle ein großartiger Gig, bei dem die Fans von der ersten bis zur letzten Minute voll dabei waren. Das Ganze fand mit der Erfolgs-Single "Last Resort" seinen ausufernden Höhepunkt. Wir hatten das Gefühl, dass die komplette Columbia Halle massiv(st) am Ausrasten war. "Jahhh, lasst es raus", dachte ich, während mir auch wieder bewusst wurde, dass dieser Ableger der guten alten Metal Musik nicht unbedingt mein Zuhause ist. Unsere Sandra möge mir diese Worte verzeihen, denn sie sah und sieht das genau umgekehrt - wie viele der Anwesenden offensichtlich auch. Das Gleichgewicht ist somit wieder hergestellt, nicht wahr? 

Konnten In Flames diese gute Stimmung noch toppen? Sie konnten! Auch wenn In Flames ab der Jahrtausendwende etliche Fans verloren haben - der Kurswechsel nach "Clayman" machte es möglich - scheinen die Schweden offenbar doppelt so viele Anhänger dazugewonnen zu haben. Ähnlich der Inbetriebnahme eines Induktionskochfeldes, brodelte es im Mob bereits nach den ersten Tönen und dieser Zustand sollte für die 19teilige Darbietung der Göteborger nicht mehr aus der siedenden Halle am Columbia Damm weichen. Stromgitarren eingestöpselt und Vollgas bis zur Ekstase, es sei denn, Meister Anders befahl dem Pöbel eine entspannte Sitzposition einzunehmen. Dies tat das restlos ergebene Volk dann auch, lauschte des Sound-Imperators sanft gesungenen Worten, nur um auf den Punkt genau - natürlich auf des Meisters Zeichen - explosionsartig in die Höhe zu schnellen. Wir dachten, jetzt wird die Halle zerhackstückt, so gewaltig war die Eruption. Grandiose Showeinlage, die eindeutig klarmachte, wer hier der Chef im Ring und an diesem Abend war. "Take This Life" bildete den finalen Abschluss des In Flames-Gigs und sorgte dafür, dass ein Großteil der Anwesenden ihren Kopf unterm Arm nach Hause tragen sollten. Live ist der Roheisengehalt der einstigen Melodic Death Metal-Institution noch immer sehr hoch, auch wenn der Mützenfaktor schon lange das In Flames-Szenario beherrscht. Grandiose Show!


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