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Warpath + Black Burning Sky - Live Review + Setlist 02.10. 2015 Cottbus - Glad House

Es war einmal - und zwar genau vor 21 Jahren - am 05.11.1994, eine Band namens Warpath. Die Hamburger gastierten damals exakt an diesem Ort als Support von Gorefest sowie Forbidden. Am 2.10.2015 kamen die Hamburger nun zum zweiten Mal nach Cottbus. So weit, so gut.

Als wir die Gefilde des Glad Houses erreichten,  mussten wir zu unserem Entsetzen feststellen, dass keine Sau weit und breit zusehen war. Ein wirklich mulmiges Gefühl kam in uns auf. Wurde die Show etwa gecancelt, so wie im Berliner K17? Nein, wurde sie nicht, aber auch im Inneren des Clubs war von menschlichen Wesen nicht der Hauch einer Spur auszumachen, nicht mal 'ne Duftmarke! Am Eingang wurden wir von der Security persönlich mit den Worten in Empfang genommen: „Guten Abend, ihr seid die Ersten“ Unglaublich, unfassbar und vor allem unvorstellbar!  Also gut, ran an die Theke und natürlich ohne lange anstehen zu müssen, erst einmal ein Bier bestellt. Trinken, abwarten….abwarten…trinken..abwarten..ui, zwei neue Gäste betraten das Gladhouse - ebenfalls unglaublich. Die Freude war groß, denn inzwischen ist der Mob auf eine 8 Mann starke Truppe angeschwollen. So lief es ab, bis nach und nach ca. 40 Nasen eingetrudelt waren, die dem „Kriegspfad“ folgten, um mit uns gemeinsam dieser kultigen Band zu huldigen.

Während eines aufschlussreichen Gespräches mit dem Merchandiser, flog auch Dirk alias “Dicker“ Weiss vorbei und begrüßte uns. Natürlich kamen wir mit ihm sofort ins Gespräch, um News auszutauschen und einige Hintergründe zu erfahren. Entgegen vieler anderer Meinungen, kann ich rückblickend nur sagen, dass der „Dicker“ ein wirklich netter Typ ist, mit dem man ausgesprochen gut quatschen kann.

Als Support hatten Warpath an diesem Abend Black Burning Sky dabei, eine Band aus Querfurt/Halle, die sich dem Metalcore mit Hard- und Deathcore-Einflüssen verschrieben hat. Kein leichtes Unterfangen, vor 15-20 Leuten den Metalcore-Wüterich zu mimen. Schade auch, dass Black Burning Sky aufgrund des leeren Hauses keine weitere Fans dazugewinnen konnten.

Okay, langsam wurde es düster im Glad House. Die ersten Töne von Warpath' „Give a Shit“ erreichten meine Ohren. Jaaa, endlich wieder einmal live on Stage, dieser brachial düstere Thrash Metal Groove im Carnivore Style. Ich liebe es! An zweiter Stelle - und für mich etwas zu früh in der Setlist - platzierten Warpath dann gleich den Song schlechthin. „Night on Earth“, was für ein geiles Stück Musik. Mit diesem Song kann man im Prinzip Warpath beschreiben, da er alle Trademarks der Band beinhaltet: Power, Groove, Dunkelheit und Brachialität. Insgesamt 14 Songs, wie ihr der Setlist entnehmen könnt, wurden den ca. 40 Nasen um die Ohren gedroschen und ich muss ehrlich sagen, es war intensiv, es war verdammt noch einmal sehr intensiv!

Grobe Schnitzer oder Spielfehler konnten wir nicht ausmachen, vielmehr kam es uns vor, als ob Warpath niemals eine große Pause eingelegt hätten. Verdammt stark! Die meisten der Songs wurden von „Against Everyone“ -  gefolgt vom Album „Massive“ - gespielt. Mit „Race War“, der göttlichen Carnivore Coverversion, wurde der Abend gebührend beendet. Zugaben? Fehlanzeige! In den Genuss selbiger kam Cottbuss am 2. Oktober 2015 nicht. Verständlich, was soll’s auch vor den wenigen Anwesenden? Eine kleine Anekdote haben wir aber noch: Einer der 40 Räuber schrie aus dem Publikum in Richtung Stage: "Neunzehnhundertvierundneunzig" Der Frontmann erwiderte daraufhin: "Ja„ da waren wir noch jung und frisch, heute sind wir nur noch frisch“ Ich stand in unmittelbarer Nähe vor der Stage und konnte mir ein "Yeah" nicht verkneifen. „Dicker“ deutete auf mich und fügte hinzu: „und er hier kann sich noch daran erinnern“. Was für ein geiles Gefühl Freunde! Nun gut, vor 21 Jahren war hier noch mehr los. Aber hey, wenn die Hamburger nächstes Jahr das Studio entern, um ein neues Album aufzunehmen, werden hoffentlich wieder alle Alten und eventuell auch neue Warpath-Maniacs aufhorchen, während sie sich auf ausgetrampelten Pfaden dem wahren „Kriegspfad“ nähern. Wir kommen wieder, soviel ist sicher!

Torsten



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