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Pantaleon - Virus - Album Review

Pantaleon, die aus der Rheinmetropole Köln stammenden Progressive-Metaller, haben vor rund 2 Wochen endlich ihr Debütalbum "Virus" veröffentlicht. Nach der Geburt des 5-Track-Demos im Jahre 2009, folgte anno 2011 noch 'ne EP, die auf den Namen "Inner Impact" hörte.

Sechs Jahre der Stille hüllten den Mantel des Schweigens über das kreative Quartett. Silentium! Mehr als ein halbes Jahrzehnt kein einziger progressiv anmutender Ton aus der wohl geschäftigsten Stadt Deutschlands, zumindest nicht von Pantaleon. Das Warten hingegen, das elendige Warten, hat sich jedoch mehr als gelohnt, denn herausgekommen ist ein dick produziertes, äußerst abwechslungsreiches Prog Metal Album, das genauso entdeckt werden möchte, wie die gigantische Nordfassade des Kölner Doms.

Der monumentale Sandstein-Wahnsinn zog mich schon vor Monden in seinen Bann, ebenso wie es aktuell das Debüt von Pantaleon vermag. Statt stundenlang des übermächtigen Gemäuers erlegen zu sein, muss ich mich nun dem neuesten Werk der Kölner voll und ganz hingeben.

"There we are, back again..." ist zwar eine Textpassage aus dem fünften Track "March Of The Titans", lässt sich aber ganz hervorragend auf das Pantaleon-Debüt ableiten. Ob massive 6-Saiten-Druckwellen oder feinste Leads, ob vertrackelt & verrackeltes Zusammenspiel des Tieftöners sowie der Kesselmaschine, ob Keyboard oder gar echte klassische Intrumente, Pantaleon haben auf "Virus" nichts dem Zufall überlassen. Punktgenau arbeiten sie sich durch überlange Prog-Walzen, denen es weder an Härte noch an Sanftmut fehlt. Je progressiver desto Pantaleon!

Kleiner Abzug in der Haltungsnote: Auch wenn der Gesang über weite Stecken überzeugt, kann er der ausufernden Komplexität der Songs nicht in jedem Falle trotzen. Die Vokalfraktion hat es sich hier aber wirklich nicht leicht gemacht, zumal Pantaleon auf "Virus" wenig Raum für Eingängigkeit gelassen haben und damit den Schwierigkeitsgrad in die Höhe trieben. Kein Grund zur Sorge, echte Progis werden es trotzdem lieben. "Virus" ist ein mächtiges Debüt!

 

Dirk

8,5/10 Talkern


Tracklist: 1. Virus 2. Wake Up 3. Condemned 4. Slaves To Ourselves 5. March Of The Titans 6. The Only One 7. Winter’s Sun 8. Recovery


VÖ: 16.6.2017 - Label: SAOL



Aphonic Threnody "When Death Comes" - Review

Gaaaanz laaangsaam und zäh kriecht der schleppende Sound aus den aufrechtstehenden Särgen, in denen die lärmbringenden Kalotten ihr unheilvolles Werk verrichten. Aphonic Threnody haben sich dem sogenannten Doom Death verschrieben, und als wenn der Tod nicht ausreichen würde, gibt's den Weltuntergang noch oben drauf. Damit das faulige Fass auch wirklich überläuft, setzen ganz penible Doomster auch noch das Wörtchen Funeral davor. Funeral Doom / Death Metal! Ihr wollt nun sterben? Dann kommt mit auf eine Reise, deren Ende nicht in dieser Welt zu suchen ist.

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