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Motörhead - Under Cöver - Album Review

Es gibt immer einen Grund Motörhead zu hören, daher gibt es auch immer einen Grund Alben der Legende zu veröffentlichen - und wenn es sich -  wie auch bei Under Cöver - lediglich um eine Ansammlung bereits bekannter Songs handelt.

Ob es diese Veröffentlichung gegeben hätte, wenn Lemmy noch unter uns weilen würde, wage ich zu bezweifeln, doch was soll's - morgen steht das 11-Track-Scheibchen in den Läden, was einen großen Teil der Fangemeinde freuen dürfte. All diese Songs zu sezieren, macht anno 2017 wenig Sinn. Zu wissen, dass es dieses Liedgut gibt, reicht im Grund vollkommen aus. Hier noch einmal die Liste der Reihenfolge nach:

1. Breaking the Law (Produced by Cameron Webb) 2008 - Judas Priest 2. God Save the Queen (Produced by Bob Kulick and Bruce Bouillet) 2000 – Sex Pistols 3. Heroes (Produced by Cameron Webb) 2015 – David Bowie 4. Starstruck (Produced by Cameron Webb) 2014 – Ronnie James Dio 5. Cat Scratch Fever (Produced by Peter Solley) 1992 – Ted Nugent 6. Jumpin’ Jack Flash (Produced by Bob Kulick and Bruce Bouillet) 2001 – The Rolling Stones 7. Sympathy for the Devil (Produced by Cameron Webb) 2015 – The Rolling Stones 8. Hellraiser (Produced by Billy Sherwood) 1992 – Ozzy Osbourne 9. Rockaway Beach (Mixed by Cameron Webb) 2002 – The Ramones 10.Shoot 'Em Down (Produced by Bob Kulick and Bruce Bouillet) 2001 – Twisted Sister 11. Whiplash (Produced by Bruce Bouillet and Bob Kulick) 2005 – Metallica

Starker Tobak ganz im Stile der Motörköppe, was will man also mehr. Der Anspruch, das Original in den Schatten zu stellen, wird bei diesen   Versionen nie bestanden haben. Spaß in den Knochen und Motörhead-Stenpel drauf - fertig! Produktionstechnisch bestand hier wohl eher die Herausforderung darin, den Sound so anzupassen, dass die unterschiedlichen Originalaufnahmen nicht aus dem Anzug platzen. Sicher, 70er Jahre-Tonspuren sind keinesfalls dabei, doch ob das Material 1992 oder 2015 aufgenommen, ist bei der rasanten Equipment-Entwicklung der letzten Jahre schon noch ein Unterschied und lässt selbst modernste Studiokompressoren massiv die Stirn runzeln. Die Herren Toningenieure haben hier zumindest gute Arbeit geleistet, wobei der Rest vor vielen Monden von Motörhead & Co abgeliefert wurde - und zwar locker und lässig, wenn man von "Whiplash" absieht.

Ich möchte Euch an dieser Stelle keinesfalls mit Fakten langweilen, vielmehr sollte dieses Review mit einem Zitat aus dem Buch "Lemmy - White Line Fever" abschließen, jenes mir immer wieder ein dickes Grinsen ins Antlitz zaubert. Lemmy beschreibt hier eine Situation, in der er mit seinem damaligen Bandkollegen, zugedröhnt bis unters Dach, auf einen Gig wartete.

"»Verdammte Scheiße. ’Mik, ich kann mich nicht bewegen. Du?« »Nein. Es ist toll, oder?« »Ja, aber wir müssen bald auf die Bühne.« »Oh, sie werden uns schon helfen.« Die Roadies klemmten die Hacken unserer Stiefel an den hinteren Bühnenrand und hievten uns hoch, und sie hängten mir meinen Bass um. »Alles klar. In welcher Richtung ist das Publikum, Mann?« »Da.« »Wie weit weg?« »Zehn Meter.« Also trat ich vor – »Eins, zwei, drei, vier, fünf, okay. Los!« Und das war einer der besten Gigs, den wir je mitschnitten. Das Jamming zwischen mir und Brock war super. Aber das Publikum habe ich nie gesehen!"

In diesem Sinne - Under Cöver in den Schacht und motörmäßig an Lemmy gedacht!

Dirk


VÖ: 1.9.2017 - Label: Silver Lining Music / Zitat: Copyright: 2002 - Ian Fraser Kilmister & Janiss Garza / 2006 - Heyne Verlag München



Annisokay - Devil May Care - Album Review

Annisokay sind ohne Zweifel eine ernstzunehmende Größe, wenn es darum geht: Melodie, Breakdowns und die notwendige Härte in Songs zu verpacken, die sich spätestens nach dem zweiten Durchlauf ins Oberstübchen  einnisten.

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