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Stray Train - "Blues From Hell – The Legend of the Courageous Five" - Album Review

Und wieder haben Stray Train mit ihrem Albumtitel für gefüllte Anzeigetafeln gesorgt. Doch bei dieser Band den Focus allein auf den Albumtitel zu legen, wäre in etwa so engstirnig, als könnte man mit beiden Augen durch ein Schlüsselloch gucken.

Wie wäre es eigentlich, wenn man als Band Blues Rock spielen würde, aus Slowenien, Ljubljana käme,   die Gründung der Kapelle 15 Jahre nach der Jahrtausendwende stattfand, das zweite Album am Start hätte, erneut eine saubere Produktion auffahren würde, diverse coole Songs aus dem Köcher zöge und absolut professionelle Gitarrenarbeit ablieferte? Es wäre ganz wunderbar und im Falle Stray Train passt die Beschreibung wie die Faust aufs Auge.

12 facettenreiche Songs stehen ab Ende November auf dem Plan. 12 Tracks, deren Einflüsse aus allen Epochen der guten, alten Rockmusik stammen. Von Retro über Classic, von verstaubt bis modern, alles dabei. Kein Pomp, kein Gepose, einfach Rock, einfach ehrlich. Hammond-Sounds, wenn diese passen, Gefiedel, wenn gefiedelt werden muss, Katzengejammer, wenn die Zeit dafür reif ist,  erdige Drum-Sounds, mit präzisen Rim-Shots - und überhaupt klingen die Drums sehr realistisch.

Was zur Hölle, dieses Album wurde in den niederländischen Wisseloord Studios aufgenommen, wo unter anderem auch Queen, und U2 einige ihrer bekanntesten Stücke kreierten, und von Ronald Prent gemixt, bekannt durch seine Arbeit mit Rammstein oder Queensryche? Ok, der Kreis scheint sich zu schließen. Ob man es nun wahrhaben will oder nicht, 'ne satte Produktion ist eben die halbe Miete. 

Stray Train haben auf "Blues From Hell – The Legend of the Courageous Five" genau das fortgesetzt, was sie auf ihrem 2016er Album begonnen haben. Korrekt, der Fünfer aus Ljubljana zelebriert qualitativ hochwertigen Rock und muss internationale Vergleiche nicht fürchten. Der berühmte Scheideweg ist allerdings auch nicht weit. Entscheidet man sich für mehr Eingängigkeit und wandelt zukünftig auf den Pfaden bekannter Szene-Größen? Oder gehts gar in Richtung des betörenden Gitarren-Blues'. Potential haben Stray Train für beide Einschläge. Weg Numero 2 wäre mir wesentlich lieber, doch nun steht erst einmal "Blues From Hell" in den Startlöchern, ein Album, das mir doch glatte 8 Zacken...ähm Talker...aus der Krone brach.

 

Dirk

8/10 Talker


Tracklist: 1. Electrified 2. Heading For The Sun* 3. Days Gone* 4. Emona 5. Mad Machine 6. Blues From Hell* 7. House Of Cards 8. Love Is Just A Breath Away 9. My Baby’s Ride 10. Give It Away 11. No Easy 12. Miracle


VÖ: 24.11. 2017 - Label: SAOL / Stray Train Music


 



Principality of Hell "Fire & Brimstone" 2014 - Review

Das Fürstentum der Hölle öffnet seine Pforten und entlässt ein Debüt-Album, das unter all den Black Metal Veröffentlichungen der letzten Wochen auf wundersame Weise herausstach. Zuviel unbrauchbares und "Überkultiviertes" Material wird in diesem Bereich noch immer veröffentlicht, dabei sind meine Ansprüche beileibe nicht hoch. Ich will verdammt nochmal ein Mindestmaß an Qualität bezüglich der Produktion, Songmaterial, das ich wiedererkennen kann und das spielerische Vermögen der Protagonisten sollte ebenfalls erkennbar sein. Principality Of Hell erfüllen diese Kriterien locker.

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