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Crematory - Oblivion - Album Review

Und wieder sind 2 Jahre Musikgeschichte ins Land gezogen, und wieder will der scheidende Winter nicht den Kürzeren ziehen. März/April ist Crematory-Time, zumindest ist es wohl die dritte Crematory-Scheibe, die sich in dieser Jahreszeit meiner Seele nähert.

Man, was freue ich mich jedes Mal auf neue Musik unser einstigen Helden der 90er Jahre. Für den einen sind Crematory schon lange zur unverbesserlichen Gothic-Kapelle verkommen, für den anderen hingegen ein Garant für Sucht auslösende Ohrwürmer. Play! Auch wenn uns erneut nur ein lausiges mp3 zur Verfügung steht, drückt mir der Sound megafett in die Radartüten. Der erste Probelauf des neuen Albums "Oblivion" macht schon mit ein paar angespielten Tracks klar: mit Crematory ist noch immer zu rechnen und Kreativität sowie neue Ideen sind definitiv keine Mangelware. Warum dem so ist, liegt möglicherweise daran, dass Crematory bereits auf der 2016er Veröffentlichung "Monument" durch die Gitarristen Tosse Basler und Rolf Munkes sowie – kurze Zeit später – durch Bassist Jason Mathias moderner und vielseitiger aufgestellt sind. Das Fundament Markus & Katrin Jüllich als auch Sänger Felix Stass sichern die Trademarks der Band - fertig ist der abwechslungsreiche Crematory-Sud.

"Demon Inside" ist zwar der letzte Track des neuen Albums, doch muss ich erst mal die tonnenschwere Luftgitarre wegstellen und meine bitterbösen Gesichtszüge entspannen, nachdem "Demon Inside" verklungen ist. Dickes Ding, Freunde! Die erste Oblivion-Runde hat durchaus einige Perlen offenbart, allerdings festigte sich ebenfalls mein Eindruck, dass es im Jahre des Herrn 2018 wieder etwas "digitaler" zur Sache geht. Crematory machten aus dieser Tatsache noch nie ein großes Geheimnis. Im Gegenteil, erlaubt ist alles was gefällt und Spaß macht. Punkt!

Mit "Salvation" (Track 2) schieben Crematory 'nen sicheren Felsen vor ihre uneinnehmbare Festung. Dieser Song besitzt alles, was ich von einem Crematory-Song erwarte. Felix' unverkennbares Organ trifft auf einprägsame Melodie - gesegnet sei diese Kombination! Es folgt "Ghost Of The Past", der nicht minder zu gefallen weiß und sich in gleicher Manier in das Erinnerungsvermögen fräst. Die vermutete Kunstpause bleibt aus, denn mit "Until The Dawn" schiebt sich ein weiterer Kracher stampfend vor die Akustik-Öffnung meiner Schmalzbehausung. Ab jetzt reißt die Schwerkraft am Song-Niveau, dachte ich aber nur. Etwas behutsamer, doch nicht weniger genial, schwebt "Revenge Is Mine" durchs Crematory-geschwängerte Panorama - ebenso wie "Wrong Side", der definitiv nicht auf der falschen - sondern eher noch auf der Habenseite - landet.

Open your Mind, denn "Stay With Me" tritt zunächst etwas sehr lieblich auf die Showbühne, wobei auch hier die Melodie unfassbar eingängig ist. Einen Moment bitte, ich muss an dieser Stelle die Arme ausbreiten und geneigt "Stay With Me" mitsingen bzw. grölen. Absoluter Hammer! Sorry für den Aussetzer, doch Emotionen sind der Grund, warum ich seit vielen Jahren nicht von Crematory ablassen kann. Vermutlich gilt das für alle von uns, was gleichzeitig die perfekte Überleitung ist. "For all of us" steht an 8. Stelle des Albums und treibt derbes Riffing direkt in die Magengrube, natürlich trägt auch hier wieder 'ne Melodie die Verantwortung - kann man einfach nicht vergessen! Nicht zu glauben, denn es schlägt weiter mächtig auf den Bunker. "Immortal" (Track 9) ist sowas von obergenial, dass es mir glatt die Wurscht vom Brot kloppt! Verneigung! Das 2016er Album wäre damit also gestürzt. Soeben vermeldet mein Word-Counter Numero 533. Es wird Zeit, dass ihr euch selbst ein Urteil bildet und ich aufhöre zu predigen. 3 Songs bleiben also unangetastet, doch Obacht, "Oblivion" reißt bis zur letzten Note an den Nerven. Hiermit schiebe ich meine knochigen Arme aus der gesegneten Robe und lege mit gesenktem Haupt den Silberling "Oblivion" andächtig auf den Altar der empfehlenswerten Alben. Hoc musica probatus est!

Der Prior

9,5/10 Talkern


Tracklist: 1. Expectation 1:27 2. Salvation 4:36 3. Ghost Of The Past 3:59 4. Until The Dawn 4:36 5. Revenge Is Mine 4:50 6. Wrong Side 4:12 7. Stay With Me 4:13 8. For All Of Us 4:06 9. Immortal 3:32 10. Oblivion 4:52 11. Cemetary Stillness 4:50 12. Blessed 4:02 13. Demon Inside 4:06


VÖ: 13.4.2018 - Label: Steamhammer / SPV - Genre: fetter Melo-Goth-Metal



Macbeth „Wiedergänger“ Review

 

Verdammt noch mal! Wie konnte mir dieses Album nur durch die Lappen gehen und erst jetzt jede verfluchte Ader meines  Körpers anschwellen lassen? Schande über mein Haupt und danke an meinem Kumpel, der mich auf meine Metal-Bildungslücke aufmerksam machte. Macbeth, eine Metal Band aus Erfurt, mit einer Wahnsinns History, veröffentlichten das Album "Wiedergänger" bereits im Jahre 2012.

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