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Morbid Angel - Kingdoms Disdained - Album Review

Sechs Jahre nach ihrem letzten offiziellen Album "Illud Divinum Insanus" kredenzen uns die grausamen Engel nun endlich neues Material. Mit Trey Azagthoth und Steve Tucker bilden anno 2017 zwei Altars Of Madness-Vetranen zum wiederholen Male eine unheilige Allianz. Letzterer trug sich erst 2015 wieder in die Geschichtsbücher der Death Metal-Pioniere ein.

David Vincent (voc & bas), auf dem letzten Langeisen noch zu hören, kehrte der Band 2013 erneut den Rücken, ein Umstand, der meine Neugierde auf das aktuelle Album "Kingdoms Disdained" nur noch steigerte. Scott Fuller, Ex-Schießbuden-Zehnkämpfer von Absymal Dawn, wertete das Line Up der Engel nochmals auf, denn Präzision ist seine Passion und eine Grundvoraussetzung, wenn man Pete Sandovals Erbe (Drums bis 2013) würdig vertreten möchte.

Der Rotations-Geschichten des Personal-Karussels sei an dieser Stelle mehr als Genüge getan, doch was hat ein geneigter 89er Fan der ersten ersten Stunde - 28 Jahre nach Veröffentlichung des legendären Debüts "Altars Of Madness" - heute zu erwarten? Nachdem ich mir den geschunden Hohlraum zwischen den Lauschlappen mindestens fünfmal mit "Kingdoms Disdained" durchgepustet habe, komme ich zu folgendem Ergebnis: "Kingdoms Disdained" bietet technisch anspruchsvollen Death Metal, der die Aufmerksamkeit eines jeden Extrem-Musik-Konsumenten einfordern wird. Wer den sportlichen als auch den technischen Hintergrund beleuchtet, der wird an "Kingdoms Disdained " seine helle - oder besser gesagt: höllische - Freude haben. 

Seid ihr allerdings auf der Suche nach magischen Momenten, wie sie auf den Altären des Wahnsinns feilgeboten wurden, muss ich euch leider enttäuschen. "Chappel Of Ghouls", Immortal Rites & Maze Of Torment" schreibt man nicht, weil man es kann, nein - diese Meilensteine wurden erschaffen, weil Morbid Angel es anno 1989 fühlten. "Kingdoms Disdained" hingegen entstand, weil Morbid Angel es können. Während ich mich im Jahre des Herrn 2017 zutiefst vor Morbid Angel verneige, will ich trotz allem der Tatsache ins Auge sehen, dass Haltungsnoten und Doktortitel nicht alles sind. Seele muss her, auch dann, wenn es nur die des Erzengels Gabriel ist. Amen" Vorschlag für die Weihnachtsmesse: "Declaring New Law (Secret Hell)"

 

Der Prior

7,5/10 Talkern


1. Piles of Little Arms 2. D.E.A.D. 3. Garden of Disdain 4. The Righteous Voice 5. Architect and Iconoclast 6. Paradigms Warped 7. The Pillars Crumbling 8. For No Master 9. Declaring New Law (Secret Hell) 10. From the Hand of Kings 11. The Fall of Idols


Formate: Deluxe 6 panel Digipak mit lenticular Cover Jewel Case CD Digital Ausio 12” Black Vinyl, 180 g, gatefold Limited Edition Boxset


VÖ: 1. Dezember 2017 - Label: Silver Lining Music 



 

Flotsam & Jetsam " Cuatro " (1992)

Im Grunde genommen ist es mit Flotsam & Jetsam ähnlich wie mit Anvil. Diese Band ist technisch einwandfrei, bringt seit Jahren gute Alben auf den Markt und trotzdem kommen sie einfach nicht so recht vom Fleck. Ich weiß, es gibt bessere Alben von den Jungs. Aber das ist Ansichtssache! "Cuatro" ist für mich, trotz der allgemein geltenden Meinung, ein absolutes Hammeralbum. Erschienen ist das Werk 1992.

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