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GORMATHON "Following The Beast" 2014 - Review

Unbeschwert verbrachte ich meine Zeit, bis zu jenem schicksalhaften Augenblick, als erstmals "Land Of The Lost" ertönte. Hier kommt er nun, der ultimative Geheimtipp aus dem Hause Napalm Records. Das aktuelle Album der Nordlichter Gormathon! Wer in drei Teufels Namen sind eigentlich Gormathon? 

Keine Ahnung, dachte ich mir, bevor ich die erste Ankündigung zum neuen Album in unseren News veröffentlichte. Seit Ende November 2013 hatte ich diese Band auf dem Zettel. Nun ist es endlich soweit! Und ja, ich bin völlig begeistert.

Gormathon stammen aus Bollnäs, einer 13000 Seelen Stadt im Zentrum Schwedens. Das ist in etwa da, wo der skandinavische Tiger sein Herz hat. Vielleicht ein Grund dafür, warum das Album absolut authentisch klingt. Die Schweden Deather gründeten sich im Jahr 2009 und haben bisher ein Studio-Album, zwei Singles sowie eine EP veröffentlicht. Letztes Jahr unterschrieben sie beim österreichischen Label Napalm und hier ist sie nun, die ehrlichste und ambitionierteste Melodic Death Scheibe der letzten Jahre. Warum ich das so überzeugend rüberbringe? Die Antwort ist relativ simpel: "Following The Beast" wirkt weder glattpoliert, noch modern oder trendanbiedernd.

Das Grundgerüst besteht unweigerlich aus Elementen des Melodic Death Metals, jedoch tönt alles etwas dreckiger und erdiger. Wer hier Soilwork heraushört und deren stilistische Nähe anführt, ist entweder taub oder hat Wahrnehmungsstörungen. Gormathon ziehen mit ihrer Musik in die Schlacht wie Berserker, die ihre Widersacher noch eigenhändig erschlagen haben. Soilwork hingegen erledigen das seit geraumer Zeit maschinell.

Dreh- und Angelpunkt in der Musik Gormathons ist Sänger Tony Sunnhag, der mit seinen Vocals den Stil der Band maßgeblich prägt. Tony klingt wie ein Krieger, der in grauer Vorzeit das Singen erlernte, sein Talent aber nicht auszubauen vermochte, weil er auf dem Schlachtfeld eine Vollzeitstelle als Lob-Sänger und Prediger angenommen hatte. Manchmal tönt er etwas kauzig, aber genau das macht seinen Gesangsstil eben aus. Nicht anders will ich es hören. "Remedy" und "Land Of The Lost", Track eins sowie zwei, sind hierfür ein perfektes Beispiel. "Land Of The Lost" (2) ist ohne Zweifel der unangefochtene Hit auf dem Album. Insider werden das Meisterstück kennen, denn 2012 veröffentlichten die Schweden diesen Song bereits als Single und Video. YouTube wird Abhilfe schaffen und die Neugierigen erlösen! Nach dem Konsum von "Land Of The Lost" werden Zweifler Läuterung erfahren dürfen und potentielle Fans wie Marionetten den Plattenladen ihres Vertrauens aufsuchen, versprochen! Ich freue mich schon jetzt auf die Reaktionen der Fans, wenn "Land Of The Lost" live ertönt und alle Maniacs mit geballten Fäusten "Time, we need Time..." grölen. Einfach göttlich, der Gedanke!

12 Tracks (Digi-Version) verteilt auf 47 Minuten, die kurzweiliger nicht sein können, mit allen Elementen, die notwendig und wichtig sind, betörend, hymnenhaft und nach dem Tod rufend, bringen "Following The Beast" zielsicher in oberer Bereiche der Punkteskala. Wo Melodie keinen Platz mehr hat, schlagen erbarmungslos Streitaxt und Kriegsgesang zu. Anspieltipps braucht dieses Album freilich nicht, zu hoch der Anteil an wahrlich gelungenen "Fistraisern". Macht Platz für Gormathon, macht Platz in der Rubrik "G", die fortan ein weiteres Album beherbergen wird, das ihr immer wieder gern in den Player schieben werdet. Ich bin überwältigt!

 

Dirk


VÖ: 26.9.2014 - Napalm Records



 

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