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Korzus "Legion" 2014 - Review

Korzus gründeten sich 1983 in São Paulo und zocken seit jeher Thrash Metal à la Old School. Die Truppe aus Brasilien präsentiert mit "Legion" ihr nunmehr sechstes Studio Album, welches dreizehn energiegeladene Tracks beinhaltet. Sofort beim Opener "Lifeline" wird klar, in welche Richtung dieser Karnevalszug  hier geht, nämlich direkt In Your Face!

Ein ruheloses instrumentales warm up der Protagonisten und dann ein  kurzes Riff, bevor Marcello Pompeu, seines Zeichens Vocalakrobat bei Korzus, seine Stimmbänder massiv belastet.  Die Stromgitarristen Heros Trench & António Araujo schlagen eine gewaltige Schneise durch den brasilianischen Regenwald, während Tieftöner Dick Siebert und Schlagmeister Rodrigo Oliveira mit ihrem Rhythmus-Teppich in der Mitte alles platt walzen, damit Marcello seiner Stimme nach allen Regeln der Kunst freien Lauf lassen kann. So oder ähnlich könnte man den Sound von Korzus beschreiben.

Böse Zungen behaupten, wir hätten es hier mit einer Slayer Kopie zu tun, freilich klingt Marcello schon sehr nach Tom Araya - und auch bei dem Aufbau der Songs hört man deutlich, dass hier keine geringeren als Slayer Pate gestanden haben. Aber was soll's - es ist natürlich auch eine gehörige Portion Individualität im Spiel. Anspieltipps sind immer so eine Sache für sich. Checkt ruhig mal das o.g. "Lifeline" sowie "Broken", "Purgatory" oder last but not least den Titeltrack "Legion" (obwohl dieser als einziger Track in einer "etwas ruhigeren" Geschwindigkeit präsentiert wird) an.

Ruhepole für den Hörer gibt es bei diesem Album nur vor und nach sowie zwischen den Tracks. (Was für ein Satz, denn vor und nach ist ja nun einmal zwischen den Tracks - bis auf den Ersten und Letzten.) Korzus werden mit ihrem aktuellen Album eure Nackenmuskulatur genauso stark beanspruchen, wie die Kalotten meiner Lautsprecher. Die Produktion ist zeitgemäß und geht soweit  in Ordnung, was man - von dieser Promo ausgehend - so sagen bzw. hören kann.  In der  Spielzeit von ca. 49! min. wird es nicht ein einziges Mal langweilig. Das Cover zeigt unverblümt, welche Zielgruppe hier angesprochen wird und genauso wollen wir das auch sehen! Apropos Thrash Metal und Slayer: Es ist beachtlich, mit welcher Energie das Quintett auf "Legion" zu Werke geht! Wir haben es ja schon in den News bei der Ankündigung von "Legion" niedergeschrieben: Wer nicht auf das neue Slayer Album warten möchte, der kann hier bedenkenlos zugreifen! "Legion" ist eine Bereicherung für den Thrash Metal  - selbst wenn der Geruch von Slayer an Korzus haftet wie der Gestank der Hölle am Deibel.

Zottel


VÖ:  24.10.2014 - AFM Records


Tracklist:

  • 01. Lifeline
  • 02. Lamb
  • 03. Six Seconds
  • 04. Broken
  • 05. Vampiro
  • 06. Alone
  • 07. Apparatus Belli
  • 08. Time Has Come
  • 09. Purgatory
  • 10. Self Hate
  • 11. Bleeding Pride
  • 12. Devil's Head
  • 13. Legion


Blues Pills "Blues Pills" 2014 - Review

Dieses Review wird keine Details des aktuellen Longplayers preisgeben. Wat? Jawohl, denn kaum ein Tag verging, an dem man nicht ein paar Zeilen über Bues Pills in der Presse lesen konnte. Seitdem die Band im November 2014 auf Tour war, pfeifen es die Spatzen vom Dach. Hier ist eine Truppe am Werk, die das gewisse Etwas hat. Blues Pills zelebrieren Seventy-Rock im Blues-Gewand. Was soll's, dachte ich bei mir, als ich Ende 2013 die gerade erst erschienen EP "Devil Man" in den Player schob. Es darf auch mal sanfter hergehen und reinhören kann man ja mal.

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