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Crimson Swan "Unlit" Album Review

Das Cover von "Unlit" sagt im Grunde alles, was Crimson Swan auf ihrem Album ausdrücken möchten. Dies ist wahre Kunst. Doch kann ihre Musik der Wirkung des ausdrucksstarken Bildes standhalten?

Die ersten Töne lassen es verlauten, viel Sauerstoff benötigt unser Blut für die akustische Reise ins Land der purpurroten Schwäne nicht, so können wir getrost einen Gang runterschalten und uns in die tiefe melancholische Seelenschwere von "Unlit" fallen lassen. Während ich diese Zeilen schreibe, schlägt mein Herz langsamer, meine Augenlieder bewegen sich nur noch in Zeitlupe auf und ab und selbst die Tastenanschläge nehmen sehr viel mehr Zeit in Anspruch. "Unlit" entfaltet bereits jetzt sein einnehmendes Wesen. Wenn Musik den geneigten Hörer beeinflusst, nach ihm greift, dann haben die Künstler - in diesem Falle fünf an der Zahl - entweder alles richtig gemacht oder sie wandeln auf den gleichen Pfaden, wie die ihnen lauschende Seele.

Ich fühle mich zu Hause, bin angekommen, angekommen in der Einheit aus Schmerz und vollkommener Zufriedenheit. Passt das zusammen? Ich glaube schon. Wenn ihr Euch von "Unlit" in magische Tiefen - in die doomige Welt wunderschöner Melodien - tragen lasst, werdet ihr verstehen, warum Glückseligkeit und Schwermut in der Musik von Crimson Swan einander brauchen. Muss man definieren, was einem derartige Worte entlockt?

Eine Beschreibung der Musik - derer von Crimson Swan - will ich Euch dennoch geben. Abgrundtiefe Growls treffen auf klagende Clear-Vocals, beide Ausdrucksformen menschlicher Gefühle sind gefangen - in einem sich langsam schließenden Kessel, bestehend aus meterhohen und tonnenschweren Gitarrenwänden, die von sanften und tieftraurigen Keyboardsounds umschlossen werden. Im schleppenden Rhythmus unheilverkündenden Drum-Shots, geht es langsam dem Ende entgegen.

Schwer beindruckt vom Debüt der Hamburger Funeral Doomster, verweile ich für einen Moment in der zusammengekauerten Haltung der gestrauchelten Seele auf dem Cover. Gute Musik, die mich den Alltag vergessen ließ. Aufwachen! Die eingangs erwähnte Frage beantwortet sich wohl von selbst.

 

Der Prior

8,5/10 Talkern


VÖ: 13.3.15 Label: Quality Steel Records



 

The Outside "Dawn Of The Deaf" Review

Noch zwei Wochen, dann werden derer von The Outside mit "Dawn Of The Deaf" - und da sind wir uns ziemlich sicher - die Metal-Welt nicht nur bereichern, nein - die Berliner werden der Schwermetall-Gemeinde einen gewaltigen Hartwurst-Brocken in den gierigen und unersättlichen Schlund befördern. Gewaltig ist "Dawn Of The Deaf" schon mal aus dem Grund, weil sich das zweite Album des Vierers nicht ohne Weiteres schlucken lässt. Ihr dürft also gespannt sein!

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