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ALCOHOLATOR "Escape From Reality" Review

Verlegen sind die Jungs aus Montreal keineswegs. Wenn man sich die im letzten Newsletter gemachte Aussage der Band bezüglich ihrer musikalischen Ausrichtung vor Augen hält, wird einem schnell klar, warum.  Da wird gern mal auf die Kacke gehauen, dass es spritzt.

Thrash Metal hier, Metal Thrash da und ewig grüßt das Metal-Tier! Alcoholator - was für ein plakativer Name - führen ihren neunen Silberling folgendermaßen ins Feld: "Unsere Songs sind schnell, aggressiv und angepisst und kein happy Party-Thrash! Das soll aber nicht heißen, dass wir Tankard scheiße finden, im Gegenteil! "Erste Stimmen ließen gar Folgendes verlauten: "Zum Sound von “Escape from Reality” gehört auch noch einiges mehr: Man mixe Razor, Exodus, S.O.D., Kreator, Anthrax und Destruction, dazu noch ein paar Spritzer Megadeth, Sacrifice und Voivod, fertig ist der Alcoholator-Cocktail!"

Nach dem die Richtung nun vorgegeben wurde und dem einen oder anderen Alcoholator vielleicht bekannt sein sollten, wollen wir "Escape From Reality" mal etwas genauer belauschen. Qualität? Gut!  Alleinstellungsmerkmal? Nicht vorhanden! Eine weitere sinnlose Thrash-Veröffentlichung? Mit Nichten! Das Album macht definitiv Spaß und erzeugt zu keinem Zeitpunkt Langeweile, nur hat man eben das Gefühl, den überwiegenden Teil der Langrille wirklich schon tausendfach gehört zu haben, dabei klingen die Double-Bass-Monster-Riff-Passagen - die u.a. im Song "The Bleeder" vorkommen - fast schon kreativ.

Je länger ich diesem Treiben meine Aufmerksamkeit schenke, desto mehr Bands fallen mir ein, die ich der o.g. Liste hinzufügen möchte. Die Kanadier schöpfen ihre Ideen wirklich aus einem unglaublich großen Fundus, dabei ziehen sie alle Register und bewegen sich in der Tat im Windschatten von Exodus und sogar Sepultura zu "Schizophrenia"-Zeiten. "Escape To The Void" ließe sich in einigen Tracks des Albums mitgrölen. Gerade läuft "Fuck Your Skull", wenn da mal nicht die alten Metallica mitgeholfen haben. Unglaublich! Ein Hybride aus Metallica-Songstrukturen und exodalem "Fabulous Disaster"-Gekeife im tankardschen Gerre-Gewand. (Wo holst Du bloß die Worte her? "...exodales "Fabulous Disaster"-Gekeife im tankardschen Gerre-Gewand" ??? Was sagt denn Mr. Duden dazu? Anm. d. Red.)

Alcoholator haben ihre Hausaufgaben gemacht, soviel steht fest. Die Pflicht ist somit erfüllt, doch wann kommt die Kür? Beim nächsten Album? Wir dürfen also gespannt sein. Für "Escape To The Void" - sorry, ich meinte "Escape To The Cover"...nein verdammt, "Escape From Reality" - sind 7 Talker aufgrund der vielen bekannten Elemente allemal ausreichend.

 

Dirk

7/10 Talkern


VÖ: 15. Mai 2015 Label: High Roller Records



 

ALMAH "Unfold" 2013

Fein, fein, was sich hier meinen Ohren eröffnet. ALMAH wurde ursprünglich im Jahr 2006 als Soloprojekt von Eduardo Falaschi - dem ehemaligen Angra-Sänger - ins Leben gerufen. Im Frühjahr 2012 hing Edu Falaschi seinen Job bei Angra endgültig an den Nagel, um mit ganzer Kraft seinem neuen Zögling ALMAH zu dienen. Ich denke, das hört man dem aktuellen & vierten Longplayer in der Geschichte von ALMAH auch an, denn hier wird nichts dem Zufall überlassen. Die Kompositionen klingen ausgereift und versprühen zu keinem Zeitpunkt Langeweile.

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