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Ashes Of Ares "Ashes Of Ares" 2013

Bei einer so charismatischen Stimme - wie sie Matthew Barlow sein Eigen nennt - muss man das Thema Iced Earth ganz bewusst ausblenden, um nicht permanent in irgendwelche Vergleiche abzudrifften. Viele Fans werden dieser Veröffentlichung mit gemischten Gefühlen entgegentreten, da sie sich wohl noch heute - beeinflusst durch den unschönen Split der Band Iced Earth - ungern mit diesem Thema beschäftigen wollen, zumal ein echter Maniac sein stählernes Herz 'ner Band nur einmal schenkt. Welcher Iced Earth Fan hätte damals nicht heulen können? Geht mir im Prinzip ähnlich, nur sagt mir mein inneres Verlangen: "Du musst unbedingt wieder Matthew Barlows Stimme hören"!

Nach 10 Sekunden des Openers "The Messenger" erklingt sie auch schon. Ich liebe diese Stimme! Gänsehaut pur, doch immer schön der Reihe nach. Die Produktion des Albums transportiert einen sehr warmen Sound aus den Boxen. Besonders auffällig ist, dass der Mann hinter den Reglern (Jim Morris - Morrisound Recording) die hohen Frequenzen für die Bassdrum super in Szene gesetzt hat, ohne dabei die tiefen Töne zu vernachlässigen. Das Riffing auf "Ashes of Ares" ist mega-dick, massiv und sehr organisch. Erinnert mich ein wenig an erstklassige Produktionen aus den 90er Jahren. Beispiel gefällig? Track 4 "Punishment" ansteuern, Lautstärke empfindlich nach oben korrigieren, Grundstellung einnehmen und...Play! Spätestens nach 1:20 min haben sich die Fliesen vom Estrich gelöst. Wirklich ein geiles Groovemonster, welches ich mir auch live sehr gut vorstellen könnte. Fast hätte ich vor lauter Aufregung Track Nummer 3 vergessen. "On Warrior's Wings" ist ein Ohrwurm für jeden Metalwarrior auf diesem Erdball und erinnert mich verdammt an das, was ich Eingangs ausblenden wollte. Egal, ein Song muss den Zuhörer erreichen und genau das ist der hier der Fall.

Mit "This Is My Hell" (Track 5) geht's weiter metallisch durchs Programm, bevor "Dead Man's Plight" als nächster Hammersong zu notieren ist. Einige werden ihn bereits kennen, denn via Youtube konnte man den Song bereits im Juli als Lyric-Video konsumieren. Echt starker Song! Wer es derb mag, der kann sich mit dem Anfang des 7. Tracks das Hirn aus der Rübe bangen. Genauso mag ich das, Melancholie meets Presslufthammer. Sehr interessante Mischung, denn für mein Dafürhalten muss nicht jeder Song durchkalkuliert und perfekt abgestimmt sein. Es darf auch mal stumpf rumpeln. So auch bei dem 9. Song im Bunde, jener den balladesken Track 8 ("The Answer") aus der Welt der Melodien befreit und ihm ein jähes Ende bereitet. Sounds good.

Der letzte Song rundet das Album gut ab und steht dem anderen Material auf "Ashes Of Ares" in nichts nach. Alles in allem haben wir es hier mit einem sehr gelungenem Stück Heavy Metal zu tuen,  welches zwar Potential nach oben besitzt, aber in jedem Falle seine Höhepunkte hat und Lust auf mehr macht. In meinem CD-Regal werden Ashes Of Ares direkt neben Sons Of Liberty platziert, denn gute Musik gehört zusammen. Empfehlenswert!

Dirk

Dark Age "A Matter Of Trust" 2013

Seit metallischen 18 Jahren treiben die Hamburger nun schon ihr Unwesen. Zugegebenermaßen bin ich kein Fan der ersten Stunde. Das hat aber vielleicht auch seine Vorteile, denn wenn ich mir so die Cover der ersten Alben betrachte bzw. die Musik anhöre, mache ich mir doch Sorgen um eben diese Fans der ersten Stunde. Ich hingegen kann mit der Weiterentwicklung einer Band sehr gut leben, da ich mit Sicherheit ein Heavy Metal Allesfresser bin. Dark Age gehören zweifelsohne zu den Vertretern ihrer Zunft, die es mit Bravour verstehen Songs zu schreiben, bei denen Melodien ins Gehör gehen wie Traubenzucker ins Blut.

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