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Black Thyria "Tyrant Resurrected As King" Review

Wie wir bereits vor einigen Tagen angekündigt haben, veröffentlichten Black Thyria am 8. Juni 2015 ihr Gesellenstück in Sachen Doom/Death Metal. Und ja verdammt, es ist ein Gesellenstück.

Black Thyria haben es "Tyrant Resurrected As King" getauft und in das Format einer selbst veröffentlichten EP gepresst. Pechschwarz ist nicht nur der Rundling ihres auf 100 Stück limitierten Erstlingswerkes, nein - auch die Texte triefen vor Schwärze. Doch wer sind eigentlich Black Thyria? Ende 2014 haben sich die Dresdner Schrimbo (Vocals, Bass), Ina (Drums), Percy (Bass), Max (Riffgitarre) und Markus (Riffgitarre) zusammengeschlossen, um gemeinsam dem von Ina angestoßenem Projekt Leben einzuhauchen. Auch wenn es mehr nach Tod klingt und am Ende der Reise das Geräusch eines knarzig pendelnden Stricks zu vernehmen ist, an dessen Ende vermutlich eine menschlicher Körper baumelt, kann dieser klassisch anmutende Death Metal Sound nur durch Menschenhand entstanden sein. Black Thyria haben zudem eine Besonderheit im Gepäck: Es kommen zwei Bässe zum Einsatz. Laut Bandinfo ist diese Kombination eines Vier- und Fünfsaiters, 'nen bewusst eingesetztes musikalisches Element, um den Songs ihre gewünschte Schwere zu verabreichen. Wer nun denkt, hier holzen 2 Tieftöner alles nieder, der wird sich eines Besseren belehren lassen müssen. Die Produktion kommt trotz der geballten Saiten-Power äußerst transparent und nicht überladen daher. Musikalisch geht's eindeutig - entgegen minimalistischer Doom- und Black-Elemente - in die Entstehungsphase des Death Metals, zumindest fühle ich mich in die frühen Neunziger zurückversetzt.

"Tyrant Resurrected As King" ist ein Standard-Werk, das schlicht und zielsicher jeden Befürworter finsterster Todesblei-Klänge überzeugen wird. Neue Pfade werden mit dieser EP  definitiv nicht betreten. Erstaunlich ist, wie der recht zaghafte Einsatz der Leadgitarre auf das Gesamtwerk wirkt. Ein zartes Pflänzchen, das sich - in mitten einer vom Tod regierten Landschaft - behaupten muss. Mehr Pflänzchen, bitte!

Zur Info: Black Thyria haben ihre EP auf der bandeigenen Facebook-Seite sowie in der SoundCloud als Stream freigegeben. Schwarze Seelen sollten hier unbedingt mal ein Ohr nehmen.

 

Der Prior

7/10 Talkern


Tracklist: 25 Minusten, 4 Songs: 1. principle of entropy (6:16) 2. human wallet (5:06) 3. tyrant resurrected as king (6:32) 4. heteronomous suicide (7:08)   


VÖ: 8. Juni 2015  Label: Indipendent



 

HOPELEZZ "The Rising" EP - Review

Die Wuppertaler Hopelezz begrüßen das neue Jahr standesgemäß hart. Drei Songs, kurz und knackig, modern und megafett! Es drückt und kesselt gnadenlos aus der Kalotten-Behausung. Das neue Jahr hat nichts besseres verdient und diese verlogene Gesellschaft erst recht nicht. Was liegt da näher als eine akustischen Reinigung der Seele, durch eine kleine aber feine EP, die praktischerweise auf den Namen "The Rising" hört.

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