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Sorrowfield - The Great Abduction - Review

Die 2003 gegründete Bremer Band Sorrowfield hat bereits im Mai 2015 ihren aktuellen Longplayer "The Great Abduction" veröffentlicht. Lassen wir uns also von "The Great Abduction" entführen!

Doch bevor wir uns der Musik des Bremers Quintetts gänzlich hingeben, zunächst noch ein paar Fakten. Seit 12 Jahren treiben Marco Bianchi - vocals, Martin Rolbiecki - guitars, Steven Lackmann - guitars, Thomas Kattwinkel - bass und Oliver Schulz - drums ihr Unwesen in der hiesigen Metal Szene. Dabei blicken sie bis dato auf 4 EPs und 3 Alben zurück. Mit "The Great Abduction" steht nun Album Numero 4 in den Startlöchern. Titel und Erscheinungsjahr der Alben haben wir erst kürzlich in der Discographie hinterlegt.

Play! Mit "Running Man" geht's in die erste Runde. Ganz klar, das ist Melodic Death, der von Sorrowfield gekonnt in Szene gesetzt wird. Track 2 wirkt schon etwas experimenteller, wobei Marco Bianchi hier tatsächlich nach Ville Valo klingt. Es folgt mit "Differences" ein Song, der gleich das nächste Genre-Element in die Waagschale wirft. Sprechgesang der Marke Hardcore bzw. Post Hardcore! Sehr interessante Mischung! Schon jetzt steht fest, Sorrowfiled lassen sich nicht limitieren und setzten auf maximale Abwechslung, bei deren Einsatz ihnen jedes Mittel recht ist. Also, noch mal langsam zum Mitschreiben: Melodic Death meets Ville Vallo meets Post Hardcore!

Diese Mixtur bringen Sorrowfield auf höchstem Niveau hervor. Im Grunde eine reife Leistung, die - sofern man gern durch viele Genre geschickt werden möchte - definitiv Anerkennung finden wird. Ob fettes Riffwerk, ansprechende Soli oder bewegende Songstrukturen, Sorrowfield bieten das volle Programm und müssen sich auf keinen Fall hinter Szenegrößen verstecken. Gen Ende der Scheibe ufert die Experimentierfreudigkeit der Bremer Alleskönner sogar aus. Für "Blood Of My Blood" holte man sich die Unterstützung der ebenfalls aus Bremen stammenden Skar-Punks Mad Monks, die einen kompletten Bläsersatz beisteuerten und den Off-Beat-geschwängerten Track zu einem wahren Highlight werden lassen.

So, und jetzt mal Butter bei die Fische! Warum um alles in der Welt habe ich das Gefühl, dass der Gesang ein ums andere Mal verschwimmt? Liegt es lediglich an meiner Wahrnehmung? Schade, dennoch muss man das Album der Bremer differenziert betrachten. Musikalisch, soundtechnisch und qualitativ geht das Album mehr als in Ordnung, doch der Gesang sorgt bei mir in der Tat für Nachdenklichkeit. Ich hoffe, Sorrowfield erschlagen mich nicht mit dem Gerät, das der edle Herr auf dem Cover mit sich führt.

 

Dirk

(ohne Wertung)


Tracklist: 01. Running Man 02. The Other Side 03. Differences 04. Guardian Spirits 05. Nothin Remains 06. Trickster 07. Sundergard 08. Dark Passenger 09. Blood Of My Blood 10. The Other Side (Rock Edit)


VÖ: 16.5.2015 Label: Indipendent


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