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Delirious - Moshcircus - Review

Delirious - German Thrash Metal aus Hamm im Ruhrpott - gehen mit ihrem neusten Werk mittlerweile schon in das 25. Jahr nach Bandgründung. Erst einmal Respekt für all die Jahre des Durchhaltens.

Ob gleich sie auch nur fünf Alben in dieser Zeit veröffentlicht haben, spricht das in diesem Fall eher für Qualität als für Quantität. Soll heißen, in dem so wieso übersättigten Markt ist es immer besser durch Qualität und Loyalität die Szene von seinem Schaffen zu überzeugen.

"Moshcirus" wird mit einem schönen Kirmes-Massaker-Intro eingeleitet, durch das die Band unmissverständlich zu verstehen gibt, hier wird Vollbedienung in Sachen Thrash Metal geboten, und zwar von Fans für Fans. In die Pötte kommen Delirious gleich mit „Drowning in your Blood“. Schneller Song mit geilen Solis, Growls meets clean Vocals, die in ohohoho Rufen enden, wie es Testaments Chuck Billy nicht hätte besser machen können. Das erste Highlight trägt den Namen „I can’t resist“. So klingen Songs, wie man sie hören möchte. Sehr Abwechslungsreich, mit vielen unterschiedlichen Arrangements, genialem melodischen Chorus und einer sehr guten Gesangsleistung. Ja, damit trägt dieser Song tatsächlich den perfekten Namen, denn man kann nicht widerstehen, dieses Liedchen nochmals zu hören.

Im Track „Toxic Trace“ überzeugt die Musikalität, die in Form von tollen Gitarrenläufen, Solis und den wiederum genialen, thrashigen Vocals von Markus „Betty“ Bednarek allgegenwärtig ist. Dem Titeltrack „Moshcircus“ verleiht abermals die Gitarrenfraktion das gewisse Extra. Höllisch geil und besonders auffallend ist, das in den Vordergrund gemixte Bassspiel, was auch in einigen anderen Tracks zu hören ist. Ich liebe diese Bass-Anschläge vor allem im Thrash Metal.

Jeden Song einzeln auseinanderzunehmen erspare ich mir wie gewohnt. Das ganze Album bietet puren und vor allem sehr abwechslungsreichen Thrash Metal mit Bay Area Einfluss. Hier gibt es ordentlich eins auf die Mütze. Es thrasht und groovt in allen Belangen. Aber halt, mit „Bloodsucker“ haben Delirious noch einen sehr geilen Track am Start. Hier streift sich Melodik ein Soundgewand über, das pfeilschnell agiert und den Gesang in feinster Weise unterstützt. Dieses Prinzip zieht sich wie der berühmte blutrote Faden durch den gesamten Track. Perfekt!

Ich kann den Whiplash im Nacken schon förmlich spüren. Das Teil wird live ein amtlicher Brecher werden. Ja, und mit dem letzten Track ("H.M.M.I.G“) des Albums wird unser aller Liebe, nämlich dem Heavy Metal gehuldigt. Fantastisch umgesetzt, mit einem Hammer-Soli ab der Minute 2:43, gefolgt von einem überragenden, hymnischen Gesangschorus par Exzellenz. Schweißdurchdrängte Gänsehaut pur, wiederfuhr hier dem Verfasser dieser Zeilen. Man kann ein Album nicht besser abschließen, als mit diesem verdammt stimmigen Song. Die Meute wird vor den Speakern auf die Knie fallen und diesen Song lauthals mitgrölen.  Durch die Veröffentlichung von „Moshcircus“ haben Delirious einen großen Schritt nach vorn gemacht. Das Album klingt sehr ausgereift, gut arrangiert und bietet echten Wiedererkennungswert. Des Weiteren wird es mit einer soliden Produktion gegenüber Genregrößen mehr als gerecht. Thrash Metal Fans kann man diesen Knaller sehr empfehlen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein, versprochen.

Support the Underground, Friends!  „Metal forever-hotter than hell. The spirit of metal and its spell. Bang your head now or never all we need is decibels”

Torsten 

9/10 Talkern



VÖ: 1. Mai 2015 Label: indipendent



 

Obituary "Slowly We Rot" 1989

Es war einmal im Jahre 1989. (behind the iron curtain) Wie des Öfteren trafen wir uns mit Kumpels vor dem Kneipenbesuch am Wochenende in meinem Kinderzimmer, um das Neuste aus dem Bereich Heavy Metal auszutauschen. Es läutete an der Tür und mein Kumpel kam mit einem Tape herein. „Alter, Alter schmeiß das Teil ins Tapedeck! Das musst Du dir unbedingt anhören. Eine neue Band mit ultrabrutalem Gesang. Frisch überspielt von jemandem den ich kenne, der jemanden kannte, von dessen Bruder der Freund"…..usw. usw…. Gesagt getan, doch bevor ich das Ding ins Tapedeck steckte, schaute ich noch einmal auf die Hülle, wie sich die besagte Band denn nun eigentlich nennt. Meine Augen sahen die Aufschrift „Obnary" Ich: "Aha Obnary? Ist ja ein komischer Name", meinte ich noch, aber mein Kumpel sagte nur. "Is doch scheißegal wie die heißen, mach an Alter, mach an!"

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