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Amorphis "Tales From The Thousand Lakes" 1994

Wir schrieben das Jahr 1994. Amorphis ist mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst zu Ohren gekommen, obwohl wir versuchten der härteren Fraktion des Metals besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Egal, mit „Tales From The Thousand Lakes“ erreichte uns die Musik von Amorphis doch noch rechtzeitig. Und wie sie uns erreichte. Das Album schlug ein, wie eine Bombe. Diese Art des Death Metals gefiel uns extrem gut.

Wahrscheinlich lag es an der 2. Stimme und den unterschwelligen Melodien. Die CD klebte förmlich in meinem Player fest. Immer und immer wieder frästen sich die Songs in meine Gehörgänge. Irgendwann besaß ich drei verschiede Ausgaben von „Tales From The Thousand Lakes“. Ein Silberling für die Dauerrotation, eine Picture-LP als Wandschmuck und ein Digi-Pack zur Aufwertung meiner Sammlung. Für damalige Produktionsverhältnisse war das schon ein echt fetter Sound. Die Songs hatten (haben) einen hohen Wiedererkennungswert, die Gitarren waren bzw. klangen tonnenschwer und die Stimme growlte so abgrundtief aus der Hölle, dass man diesen Output von Amorphis einfach nur lieben musste. Zum Thema Hölle fällt mir gleich noch etwas ein, der vom Keyboarder u.a. verwendete Synthesizer M1 der Firma Korg, wurde vermutlich vom Deibel persönlich im Süden des Himmels entwickelt und zusammengesetzt. Ich liebe die Sounds des M1. Jeder Song klingt automatisch diabolisch. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen: Dieses Album ist und bleibt, trotz der vielen fantastischen, späteren Alben von Amorphis, mein absolutes Lieblingsalbum der Finnen.


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Neaera - Armamentarium "2007"

Neaera? Metalcore? "Nee, nicht mein Ding" mag der Eine oder Andere denken. Scheiß der Hund drauf! Nehmt eure Scheuklappen und schmeißt sie in den Müll. Denn von den Metalcore-Wurzeln der Band ist zumindest für mich so gut wie nichts zu hören. Stattdessen regiert die Death-Metal Keule, garniert mit wütendem Gegrowle und Geschrei.Gegen Langeweile wird hier und da auch etwas Melodie serviert, so zum Beispiel im Titeltrack oder dem grandiosen "Synergy". Verschnaufpausen, Akustikgedöns oder gar Seelenstreichler gibts hier nicht, hier gibts von vorne bis hinten kompromisslos in die Fresse! Wer sich beim Wutklumpen "The Orphaning" nicht freiwillig selbst den Schädel abmontiert, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Antesten!

Jan