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The Juliet Massacre "Pray For An Afterlife" 2012

Das italienische Sextett von „The Juliet Massacre“ dürfte den meisten deutschen Metalheads wohl noch nicht viel sagen, dabei haben die Jungs mit ihrem Album „Pray For An Afterlife“ ein echtes Feuerwerk in Sachen Deathmetal/Deathcore abgeliefert. Der 2012 erschienene Longplayer beansprucht zwar nur eine knappe gut halbe Stunde die Nackenmuskulatur der Hörer, am Ende dieses relativ kurzen Schlachtintermezzos hat man jedoch nicht das Gefühl, dass da noch etwas kommen muss, sondern würde sich am liebsten umgehend in die nächste Physiotherapie begeben, um seinen zerschundenen Körper wieder auf Vordermann bringen zu lassen.

Mit dem Intro „The Beginning Of The Unholy Years“ wird die Platte gebührend eingeleitet, während „Pray For An Afterlife“ einem die ersten Stromschläge in den Nacken jagt. Durch das Gesangsduo von Antonio und Alessandro sowie die dominierenden Deathmetal-Parts entsteht eine Abwechslung, die „The Juliet Massacre“ von sämtlichen Deathcore-Bands abheben lassen. Der Nachfolger „Consumed By Nothingness“ wird von einem deftigen Groovepart eingeleitet, der widerum von dem Wechsel der beiden Sänger und einem unaufhörlich marschierendem Schlagzeug geprägt ist. Der anschließende Breakdown, verbunden mit einem der krankesten gutturalen Gesangsparts, der meine Lauscher jemals erfreuen durfte, sorgt bei aufgedrehten Boxen selbst beim Nachbarn für eine standesgemäße Föhnfrisur. „Lifeless Face“ macht genau dort weiter, wo die ersten drei Songs angefangen haben und avanciert zum Höhepunkt der Scheibe. Der anschließende „Guttural Funeral Dance“ lädt wohl zu einem der groovigsten und verstörensten Tänze ein, denn begleitet durch Pig Squeals und einem unglaublichen Growling wird man das Gefühl nicht los, dass dieses Lied vom Teufel selbst am Höllenfeuer zelebriert wird. Das dagegen schon fast fromm wirkende „Monsters On Your Skin“ beginnt mit einem Hochgeschwindigkeits-Deathmetal-Part, der später mit einem donnernden Breakdown unterbrochen wird und Alessandros Stimme in den Mittelpunkt rückt. In „The World Of Terror“ stehen diese Highspeed-Parts in einem anspruchsvollem Wechsel zu den alles niederwalzenden Grooveparts, während „The Cursed Blessing“ die Platte gebührend abschließt. Die anschließenden Bonussongs „Sacrifice For Redemption“ und „Beneath The Wounds Of A Junkie“ sind qualitativ um einiges schlechter abgemischt, was vor allem das sehr interessante Zusammenspiel der beiden Sänger leider in den Hintergrund rücken lässt, und lassen die Abwechslung der vorangegangen Songs lediglich erahnen.

 

„Pray For An Afterlife“ ist dennoch in erster Linie wohl eher für die Deathcore-Hörer unter uns interessant, jedoch sollten sich auch Deathmetal-Fans auf keinen Fall scheuen, diese Platte in die heimische Musikanlage zu legen. Denn „The Juliet Massacre“ zeigen, dass es in der heutzutage schnelllebigen und meines Erachtens nach überfüllten Deathcore-Szene doch noch einige Lichtblicke gibt, die sich von den anderen absetzen können. Dies gelingt den Italienern zweifelsohne mit knochenbrechenden Deathmetal-Elementen und einem Gesangsduo, dass das Potential hat, neue Maßstäbe im gutturalen Gesangsbereich zu setzen.

 

Robby

 

The Juliet Massacre "Pray For An Afterlife" (31:41)

 

1. The Beginning Of The Unholy Years

2. Pray For An Afterlife

3. Consumed By Nothingness

4. Lifeless Face

5. Guttural Funeral Dance

6. Monsters On Your Skin

7. The World Of Terror

8. The Cursed Blessing

9. Sacrifice For Redemption (Bonus)

10. Beneath The Wounds of A Junkie (Bonus)



 

HOPELEZZ "The Rising" EP - Review

Die Wuppertaler Hopelezz begrüßen das neue Jahr standesgemäß hart. Drei Songs, kurz und knackig, modern und megafett! Es drückt und kesselt gnadenlos aus der Kalotten-Behausung. Das neue Jahr hat nichts besseres verdient und diese verlogene Gesellschaft erst recht nicht. Was liegt da näher als eine akustischen Reinigung der Seele, durch eine kleine aber feine EP, die praktischerweise auf den Namen "The Rising" hört.

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