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SANGUINE - Black Sheep - Review

Hm, sehr modern, diese Mixtur aus Alternative Metal und Elementen der populären Unterhaltungsmusik. Mal etwas anderes, so steht es auf der Packungsbeilage.

Wer sind nun eigentlich die Musiker, deren Bandname für Hoffnung und Zuversicht o.ä. steht? Sanguine stammen aus Exeter, einem 100000 Seelen-Kaff im Süden Englands. Gegründet hat sich die vierköpfige Band im Jahre 2004. Neben Frontfrau Tarin Kerrey, die 2012 auf dem ersten Album des Projekts Primal Rock Rebellion (u.a. Adrian Smith - Iron Maiden) zu hören war, geben sich Nick Magee (Guitar/vocals), Ross Andrew (Bass) und Matt Feld (Drums) die Ehre. Die erste EP entstand 2007. Es folgte 2012 das Debüt und nun liegt uns mit "Black Sheep" Album Nummer 2 vor.

Dass wir es hier mit einer Interpretationsform des Alternative Metals zu tun haben, erwähnte ich bereits, doch ob es wirklich 'ne Alternative ist, wage ich zu bezweifeln. Puristen werden "Black Sheep" aus dem Weg gehen. Wer seine Inspiration ohnehin aus den Tiefen experimentierfreudiger Subgenres holt, der sollte definitiv ein Ohr nehmen. Zwischen krankhaft schrillen Dani-Filth-Screams, die in der Regel auch auf ein härteres Gitarrenfundament gebettet wurden, tummeln sich schaurig schöne Halbballaden ("Breathe Out"), die durch die engelsgleiche Stimme von Tarin sogar internationale Klasse erfahren. Apropos internationale Klasse: Jesper Strömblad (Ex-InFlames) verewigte sich auf dieser Scheibe, indem er auf dem Song "Breathe Out" ein Solo beisteuerte und dem Track "Empty" gar als Co-Writer auf die Sprünge half.

Zusammenfassend muss man diesem Album Potential, Abwechslung sowie eine gehörige Portion Eigenständigkeit bestätigen. Hier einfach nur plump wegzuschauen - nach dem Motto: nicht meine Musik, wäre ungerecht, denn das Material ist wirklich gut und besitzt insbesondere im Bereich des Harmonieaufbaus seine Stärken. Noch scheint nicht überall das Licht auf die Kompositionen, doch das "Schwarze Schaf" kennt den Ort, an dem die wärmende Sonne aufgeht. Anspieltipp: der markerschütternde Track "Black Scheep"

Gern würde ich ein paar Worte zur Produktion verlieren, doch bei diesem Thema verliere ich lediglich die Contenance. Dank der lausigen mp3s, ist das gesamte mir vorliegende Material in ein blechernes Picheln gehüllt. Selbst das Ende würde sich von dieser Qualität abwenden. Irgendwo dahinten, in den Weiten des digitalen Sound-Nirvanas, ist möglicherweise eine gute Produktion zu vermuten.

 

Dirk

8/10 Talkern

Track list: 1. Breaking Out 2. Pretty Girl 3. Empty 4. Save Me 5. Carousel 6. Breathe Out 7. Black Sheep 8. Social Decay 9. The Blue 10. Whole World!


VÖ: 29.1.2016 - Label: OMN Label Services / Roughtrade


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