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Uli Jon Roth - Tokyo Tapes Revisited - Live In Japan - Review

Ohne lange um den heißen Brei zu reden, möchte ich dieses Sahnestück edelster 6-Saitenkonservierung einem Testlauf unterziehen. Dabei kommt es mir nicht darauf an, erneut durchzukauen, was ohnehin seit Monden im Netz über dieses überaus fette Audio und Filmpaket geschrieben steht.

Die mir vorliegende Ausgabe besteht aus zwei CDs + einer DVD und ist ihrem Format entsprechend hochwertig verpackt. 'Nen reichhaltiges Booklet rundet "Tokyo Tapes Revisited - Live In Japan" perfekt ab. Ich bin schon lange kein gieriger DVD-Sammler mehr, doch diese Version hat schon aufgrund ihrer beiden Audio-CDs ihre Reize. Scorpions-Fans der ersten Stunde werden sich mit Sicherheit noch an die 78er "Tokyo Tapes" erinnern. Hier setzte Meister Roth an, um seine Version der fast 30 Jahre alten Live-Scheibe seiner Ex-Band ins Rampenlicht der Neuzeit zu katapultieren. Weitere Details erfahrt ihr unterhalb dieses Reviews.

Wie auch schon Van Halen, der seinem 2015er Live-Album "Tokyo Dome In Concert" ebenfalls in Tokyo das Leben schenkte, scheinen Uli Jon Roth und seine Jungs die Atmosphäre in den Hallen der Pazifischen Hightech-Insel zu schätzen. Insbesondere Tokyo hat es unzähligen Künstlern angetan. Klar, Uli hat Ende der 70er mit den Skorpions genau die Halle gerockt, in der er nun das aktuelle Werk aufnahm (Nakano Sun Plaza Hall). Von daher ist es wohl Ehrensache, an diesen heiligen Ort zurückzukehren. 

Wie dem auch sei, es ist völlig egal, wo Uli Jon Roth seiner Gitarre die Töne entlockt. Magische Momente entstehen bei seiner Spieltechnik überall. Womit wir beim Kern dieses Outputs angekommen wären, denn rein gesanglich zieht mir "Tokyo Tapes Revisited" nicht die Wurscht vom Brot. Dafür holt der Protagonist mit jedem Ton die Ehre zurück, die diesem Tondokument auch gebührt. Nichts für ungut, doch das 1975 veröffentlichte Original des Songs "In Trance" gefällt mir um Längen besser. Keine Angst, mir ist schon aufgefallen, dass das Uli Jon Roth bewusst nicht einfach nur kopieren wollte. Aber das Original transportiert einen derart intensiven 70er-Style - der Gesang von Klaus ist dementsprechend passender den je - sodass mir meine Entscheidung mehr als leicht fiel. Ähnlich verhält es sich mit den anderen Songs, wodurch ich über die gesamte Dauer der 19 Tracks wieder und wieder beim Spiel des Saiten-Hexers hängenbleibe. 

Fazit: Wer eine Intensivkur in Sachen Gitarrenspiel benötigt, der sollte seine sauer verdienten Kröten dringend zum Halsabschneider seines Vertrauens tragen, um dieses konservierten Livemitschnitts habhaft zu werden. Mehr Gitarre geht nicht!

Dirk


Tokyo Tapes Revisited - Live In Japan wird in vier verschiedenen Formaten veröffentlicht.

Produkt 1 - BluRay Digipak: Video- und Audioaufnahmen des Tokyo Konzerts als BluRay Digipak mit einer BluRay und 2 Audio CDs.

Produkt 2 - DVD Digipak: Video- und Audioaufnahmen des Tokyo Konzerts als DVD Digipak mit einer DVD und 2 Audio CDs

Produkt 3 – Digital Download: Das Konzert als Digital Audio

Produkt 4 - Super-Deluxe-Box, limitiert auf 800 Stück: Die hochwertige aufklappbare Box beinhaltet 4 heavyweight Vinyl LPs mit Roths Scorpions Revisited Album aus dem Jahr 2015, das zuvor nicht auf Vinyl erhältlich war.


VÖ: 16.12.2016 - Label: UDR 



Bathory "Hammerheart" 1990

Es muss irgendwann in den frühen 90ern gewesen sein, als mein Kumpel Dirk (nein nicht „dieser“ Dirk hier) mit 'ner guten alten Kassette (der eine oder andere wird sich erinnern, was Kassetten waren) ankam und meinte, dass ich mir das hier unbedingt mal anhören müsse und wie geil das doch wäre. Nun gut, gesagt, getan; also den Kassettenrecorder scharf gemacht, und ich wage mich dunkel zu erinnern, dass mit das Erste was mir in den Sinn kam, wohl irgendwas von der Kategorie „meine Fresse, ist das Tape aber Scheisse“ war. Wenn ich damals schon gewusst hätte, wie unrecht ich der armen Kassette getan habe, denn als ich das Album irgendwann mal auf CD mein Eigen nennen durfte, musste ich zu meiner Überraschung feststellen, dass der Sound auch in digitaler Form nicht wirklich besser war.

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