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Tenside - Convergence - Album Review

Tenside aus München treiben in genau 3 Tagen ihren neusten Bastard aus der hauseigenen Bandschmiede durch den alten Kontinent. Geboren in der ehemaligen kaiserlichen Residenzstadt, wird "Convergence" schon jetzt als stärkstes Album in der Geschichte der Band gehandelt.

Diese Behauptung relativiert sich allerdings schon durch den Umstand, dass der Vergleich eben nur vor der eigenen Haustür getätigt wurde. Letztlich hört man derlei Aussagen des Öfteren, besonders in der Phase kurz vor Veröffentlichung eines Albums, doch unterm Strich bedeutet es selbst auf nationaler Ebene fast nichts. Ohne überheblich klingen zu wollen, auch ich habe neulich mein bestes Schnitzel stolz aus der Pfanne gewuchtet. Ob es aber geschmeckt hat oder ich den berühmten Zahn der Zeit getroffen habe, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

Das letzte und 5. Werk der Bavaria-Metaller erschien nunmehr vor fast vier Jahren, hört auf den Namen "Nova" und war definitiv nicht von schlechten Eltern. Doch auch eben dieses Fünfte im Bunde muss erst einmal an die Wand gespielt werden, wenn das vorliegende Album schlicht und ergreifend aus besserem Stahl geschmiedet sein soll - immerhin ist "Convergence" ja nun das Stärkste.

Endwarnung! Dieser Gangart moderner, hartmetallischer Staccato-Klänge habe ich zwar schon vor Monden den Gehorsam verweigert, nur belehrten mich Tenside schon nach dem dritten Song eines Besseren. Gebettet auf einer amtlichen Produktion, drücken mir diverse akustische Schmankerl direkt aufs Trommelfell. Laut Beipackzettel soll das Quartett irgendwo im groovigen Subgenre des Thrash Metals sein Unwesen treiben. Stahlauge sei wachsam, dachte ich noch, wobei der Begriff Thrash Metal durchaus für weitere Falten in meiner betagten Larve sorgte. Sicher, Elemente der dreckigsten und ehrlichsten Spielart des Heavy Metals sind stets präsent, jedoch dominieren moderne Klänge das Szenario von "Convergence". Technisch versiert, mit allen Wassern gewaschen, klöppeln sich Tenside durch Kompositionen, die vor allem ein Bindeglied zusammenhält: Melodie! Ob federführend oder im Hintergrund, Tenside verbinden Melodie und Härte geschickt miteinander, dabei wirken sie weder kitschig, noch verfallen sie dem verheißungsvollen Mainstream. "Convergence" tönt ehrlich und muss sich keinesfalls vor etablierten Größen der Szene verstecken. Alles drin, alles dran - zwei edle Sound-Pressen der Marke "Faith Over Fears" mehr und ich hätte hier glatt 'ne 8 aus dem Gewand geschüttelt. In jedem Falle ein gutes Album. Schmankerl 1: "Faith Over Fears", Schmankerl 2: "Army Of The Dawn"

Dirk

7.5/10 Talkern


Zur Info: Für den Entstehungsprozess des neuen Albums "Convergence" haben sich Tenside ausgesprochen viel Zeit gelassen. Sie feilten ausgiebig an den Songs und produzierten das Material selbständig. Als Co- Producer wurde erneut Emil Bulls Sänger Christoph von Freydorf engagiert , der auch selbst auf der neuen Platte zu hören ist. Den Mix besorgte Christoph Wieczorek, vielen bekannt als Gitarrist der Band Annisokay.


Line up: 

Daniel Kuhlemann – Vox & Guitar, 
Michael Klingenberg – Guitar, 
Max Weishaupt – Bass, 
Florian Schmid – Drums



VÖ: 13.1.2016 - Label: Cargo Records



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