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Firewind - Immortals - Album Review

Gus G hin, Black Sabbath her - auf dem Melodic- und Power Metal-Schlachtfeld wird die Axt mit mehr Pathos geschwungen. Epischen Harmonien müssen her, wenn man die Gunst der verwöhnten Power Metal-Fens des 21. Jahrhunderts erlangen möchte.

Dass Firerwind ein Siegel für Qualität ist, davon ist schlicht und ergreifend auszugehen. Wo Gus G drauf steht, wird auch eine angemessene Produktion sowie hochwertiges Gitarrenspiel enthalten sein. Dem ist auch so, von daher steht schon nach der ersten Runde fest, 'nen Reinfall wird auch das achte Langeisen der Griechen nicht. Fest steht auch, dass Henning Basse, vielen von Metalium oder auch Brainstorm bekannt, die Vocals eingesungen hat. Tauschen möchte ich mit Meister Gus G zumindest in einer Hinsicht nicht: Die Erwartungshaltung der Gemeinde ist groß, während der Black Sabbath-Bonus auf diesem Sektor keinen Pfifferling wert ist. Waschechte Black Sabbath-Fans können in der Regel mit dem melodischen Bombardement nichts anfangen, während Melodic-Fans nicht nur Kult und Technik verehren, sondern fantastische Harmonien kredenzt bekommen möchten.

Wie tönt sie denn nun, die neue Firewind mit dem unsterblichen Titel "Immortals"? Ganz einfach, sie zündet weder nach dem ersten Mal, noch können Durchlauf zwei und drei Abhilfe schaffen. Erst intensives Belauschen lockt den einen oder anderen Song aus seiner unfreiwilligen Deckung. Wie ich Eingangs schon erwähnte, technisch versiert sind Firewind ohne jeden Zweifel und ja, auch der Sound ist genau das, was ich 2017 erwarte, doch die magischen Momente sind äußerst rar gesät. Stell Dir "Immortals" in die Sammlung und Du wirst ein standesgemäßes Album dein Eigen nennen, ob Du es aber regelmäßig einer Rotation unterziehen wirst, würde ich an dieser Stelle nicht unterschreiben. Ausgerechnet die seichteren Songs bleiben zunächst hängen ("Live And Die By The Sword" & "Lady Of 1000 Sorrows", bevor endlich der Titel-Track die Zeichen auf magisch stellt, nur um den Song "Warriors And Saints" folgen zu lassen, der mir ab 0:47 ein zufriedenes Schmunzeln in die Larve treibt. Sauber, was Henning Basse da aus der Röhre schiebt. 

So, genug philosophiert - "Immortals" ist ein gutes Standard-Werk, das durchaus geniale Momente hat & jede Melodic-Sammlung auf Kurs hält, nur würde ich mir 2-3 Lichtblicke mehr wünschen, um ruhigen Gewissens in Freudentaumel verfallen zu können.

Dirk

7.5/10 Talkern 


VÖ: 20.1.2017 - Label: AFM (US) - Century Media (EU)



Ashes Of Ares "Ashes Of Ares" 2013

Bei einer so charismatischen Stimme - wie sie Matthew Barlow sein Eigen nennt - muss man das Thema Iced Earth ganz bewusst ausblenden, um nicht permanent in irgendwelche Vergleiche abzudrifften. Viele Fans werden dieser Veröffentlichung mit gemischten Gefühlen entgegentreten, da sie sich wohl noch heute - beeinflusst durch den unschönen Split der Band Iced Earth - ungern mit diesem Thema beschäftigen wollen, zumal ein echter Maniac sein stählernes Herz 'ner Band nur einmal schenkt. Welcher Iced Earth Fan hätte damals nicht heulen können? Geht mir im Prinzip ähnlich, nur sagt mir mein inneres Verlangen: "Du musst unbedingt wieder Matthew Barlows Stimme hören"!

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