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Gasmac Gilmore - Begnadet für das Schöne - Album Review

Österreichische Härte, Ska-Polter-Polka und Mister Rock-Me-Amadeus im Ohr, wäre das was? Der bunte Mix - der für das Schöne begnadeten Mountain-Punker - scheint vor keinem Stil halt zu machen.

Völlig ungeniert dreht das Quartett deutsche Prosa und Gilmore-Off-Beats durch den Gasmac-Fleischwolf. Zwischen melancholischer Donau-Harmonie & geschunkelter Quetsch-Komoden-Ättitude tummeln sich protzig alle Hartwurst-Klänge, die es in den letzten 30 Jahren irgendwie ans Licht der Öffentlichkeit geschafft haben. Für wahr, Langeweile kommt keinesfalls auf. Kreative Löcher scheinen Gasmac Gilmore ebenfalls fremd zu sein, zumindest bin ich im Begnadet-Für-Das-Schöne-Pamorama in keines der gefürchteten Ideen-Gruben gefallen.

Offen für alles, so stelle ich mir den unbedingt aufgeschlossenen Gasmac Gilmore-Fan vor, der weder vor Wiener Mundart noch schleifenden Gitarrensounds zurückschreckt. Eine Prise Ost-Europäische Würze bekommen notorische Allesfresser inklusive, versteht sich wohl von selbst, oder? Ob das neue Album von Gasmac Gilmore gut, kreativ oder auch beides ist, steht nicht zur Debatte. Vielmehr beschleicht mich das Gefühl, dass diese Mischung - aus bewiesenermaßen einst unverträglichen Zutaten - schwer verdaulich ist. Kunst, Tragik & Komik? Tragische Kunst? Künstliche Komik, erschlagen vom Sound, der alles vereint? Gewürgt von aggressiven Gitarren und provozierender Lyrik? Ich vermag es einfach nicht in Worte zu fassen. Strich drunter: Wer Gummibärchen mit Pfeffersteak konsumieren möchte, nur zu, "Begnadet für das Schöne" könnte Eure Speisekarte in drei Tagen bereichern.

Lisa

7/10 Talkern



VÖ: 28.4.2017 - Label: Sound To People



Annihilator "Remains" 1997

Will man es denn glauben? Annihilator oder besser gesagt Jeff Waters, benutzen auf "Remains" einen Drumcomputer. Wenn nicht jeder wüsste, dass der gute Jeff das auch alles ohne Drummaschine erledigen könnte, ja – dann müsste man dem Multitalent in diesem Fall Punkte abziehen. Vielmehr denke ich, Waters hat zu Zeiten von "Remains" massive Besetzungsprobleme an den Instrumenten gehabt. Es sei ihm verziehen, denn der Rest von "Remains" ist unmenschlich genial. Man lege dieses riffgewaltige Werk in den guten alten CD-Player und positioniere die Lautsprecher genau vor Omas ollen Holzschrank. Das Ende vom Lied kann sich wohl jeder ausmalen.

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