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Falkenbach "Asa" 2013

 

Ja , es gibt sie noch! Es sind nur noch Wenige und man muss sie suchen, aber sie sind noch da! Idealisten! Finanzieller Erfolg und Personenkult ist für sie sekundär. Es geht ihnen einzig und allein darum, ihre vertonten Gedanken zu verewigen und mit dem geneigten Zuhörer zu teilen. Eine Tugend, die vielen Genre-Kollegen leider abhanden gekommen ist. Zu groß scheinen die Verlockungen der großen Plattenfirmen zu sein, dass man ihnen nur schwerlich widerstehen kann. Einmal den Schädel aus der zähen "Undergroundlava" herausgestreckt, packen sie zu und zerren dich an deinem Gemächt aus der rotglühenden Masse und bevor du dich versiehst, stehst du als beschnittener, handzahmer Zombie vor tausenden brav zahlenden "Mainstreamrockern" in einer riesigen Arena und erntest von deinen Fans der ersten Stunde nur noch Spott & Hohn.

In Zeiten, in denen adipöse Musikmanager über den Erfolg oder Misserfolg von talentierten, aufstrebenden Bands entscheiden dürfen, Vermarktungsstrategien erarbeitet werden, bevor auch nur eine Note auf´s Papier gebracht wurde und der künstlerische Aspekt ganz weit hinten angestellt wird und so lange wie der "Pop-Titan" im Fernsehapperat sein Unwesen treiben darf, ist es eine Pflicht, dem Underground eine Plattform zu geben! Metaltalks.de sieht sich als solche! Das verdammte Mainstream Musikbusiness hat mir schon so viele Bands "weggenommen".....Falkenbach bekommen sie nicht! Und genau hier schließt sich der Kreis.

Vratyas Vakyas ist so ein Idealist. Seit Jahren wehrt er sich vehement gegen den Mainstream und positioniert sich genau dort, wo auch wir stehen und schon immer standen, im Underground! Seit Jahren beglückt er die geneigte Hörerschaft mit seinen heidnischen Weisen und auch das letzte Output weiß vollends zu überzeugen. 1008 Tage sind seit der letzten Götter-Gabe "Tiurida" vergangen. "Asa" heißt die aktuelle Scheibe und setzt da an, wo "Tiurida" endete. Erneut schafft es Vakyas, einen im Handumdrehen in seinen Bann zu ziehen. Man wähnt sich plötzlich weit hoch im Norden , mit ausgebreiteten Armen am Klippenvorsprung des Preikenstolens bei Stavanger und spürt die unbändige Kraft der Natur. Vakyas trägt seine Texte wieder überwiegend in altisländischem Wortgut vor.

"Asa" beginnt mit dem Song "Vaer Sternar Vaerdan", der durch digitalisierten Chorgesang eingeläutet wird und sich auf einer weichen Melodie ausruht. Vakyas singt mit cleaner Stimme, was dem Song die nötige Tiefe verleiht. Ein Perfekter Opener. Track 2 trägt den Namen"Wulfarweijd" & ist ein aggressiver Nackenbrecher, welcher durch präzises Power-Drumming und schneidende Gitarren besticht. Danach folgt mit "Mijn Laezt Wound" ein sehr getragener Song im typischen Falkenbach-Gewand - echt stark! Mit "Bronzen Embrace" schwankt der Künstler zwischen schwarzem Black Metal im "Immortal-Style" und genialen Midtempo-Passagen.

Was nun folgt, ist mit Worten nur schwerlich zu beschreiben: "Eweroun" ist ein Meisterwerk und ich glaube, diese Bezeichnung trifft am besten auf diese fulminante Ballade zu! Mein absoluter Favorit und fortan einer meiner Top 100 faves forever ...! Es folgen mit "I Nattens Stilta", "Bluot Fuer Bluot" & "Stikke Wound" drei weitere schwarzmetallische Perlen, die aber im Vergleich zu den bereits besprochenen Songs leicht abfallen.

Die sehr schöne Melodie von „Ufirstanan Folk“ läutet das Ende der Reise ein. Glücklicherweise ist die vorliegende Pressung eine limitierte Edition (ltd. Buch Edition 48 seitig) mit Bonus CD! Es geht also weiter mit 4 Songs, welche auch auf der Haupt-CD von "Asa" einen prächtigen Eindruck hinterlassen hätten. „En Lintinbluitin Faran“ - der zweite Titel der Bonus CD - ist eine wunderschöne & erhabene Ballade, auf der die Violine von einem Gastmusiker aus dem Land der Götter zu hören ist. „Return to Ultima Thule“ ist ein letzter wütender Ausbruch im typischen Falkenbach-Stil, sehr dynamisch und auf den Punkt kommend mit einem folkigen Mittelteil, der von treibenden Drums bis ans Ende gepeitscht wird. Hammer Song! Ein Instrumental "I Svertar Sunna Luihtint" soll den Abschluss bilden, bei jenem Hagalaz,Tyrann & Boltthorn - die drei getreuen Mitstreiter um Mastermind Vratyas Vakyas - nochmals ihr Können zeigen.

Falkenbach haben es erneut geschafft, das hohe Level der Vorgängeralben zu halten und streckenweise sogar zu übertreffen. Heidnischer Metal par excellance, episch erhaben und vor allen Dingen authentisch, meine Damen und Herren!

Danke für die Aufmerksamkeit.

 

Marco

 

Killer Be Killed "Killer Be Killed" 2014 Review

Hinter dem Projekt "Killer Be Killed" verstecken sich keine geringeren als Max Cavalera (Soulfly, Cavalera Conspiracy,...) - vocals, guitar, Greg Puciato (The DillingerEscape Plan) - vocals, guitar, Troy Sanders (Mastodon) - vocals, bass und Dave Elitch (ex-The Mars Volta) - drums. Ihr lest selbst schon, dass wir es hier mit einer sogenannten "All Star Band" zu tun haben und so wurden auf dem selbstbetitelten Debütalbum entsprechend viele Stilrichtungen miteinander vermengt. 

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