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The Legendary - Let's Get A Little High - Album Review

Das Album "Let's Get A Little High" muss man sich beileibe nicht erarbeiten. "Let's Get A Little High" geht ins Blut wie mit Sauerstoff angereicherter Traubenzucker. Zwischen Mainstream-Hooks, ZZ-Top-Feeling & abgelagertem Stoner-Schlamm, drücken dem Zuhörer wieder und wieder dicke Grooves in die morsche Hüfte.

Viel Zeit zum Überlegen bleibt einem nicht, denn The Legendary schlagen mit ihren Songs direkt ins Zentrum der Zustimmung. Woher die erst wenige Jahre agierende Band ihre Inspiration nahm, ist zwar kein Rätsel, doch dass eine aus München stammende Kapelle einen derartig belebenden Sound über die Isar schickt, damit hätte ich wohl nicht gerechnet. Offiziell firmieren die Jungs von The Legendary als Stoner Rock Band, doch ihre Musik lässt soviel mehr an Einflüssen gewähren, dass nicht nur Meister Langeweile in die Steinzeit bombt wird, sondern auch potentielle Kollegen bzw. Mitbewerber, die sich steinzeitgerecht an diesem Werk noch lange Zeit das verschlissene Dental-Geschirr ausbeißen dürfen.

Fähigkeiten und Rüstzeug nahm Bandkopf Thorsten vermutlich aus Seatle mit, der  Metropole, die ihm klammheimlich die Gesellenprüfung als passionierter Vollblut-Rocker abnahm. Viele uns bekannte Bands umzingeln den Inspirations-Pool der Münchener. Laut eigenen Angaben tummeln sich Größen wie Queens of the Stone Age, Monster Magnet, Sabbath, Zeppelin, die frühen Guns n’ Roses als auch Black Stone Cherry im Bewegungs-Speicher des Rückenmarks der "Legendären". Lange Rede, kurzer Sinn: Das Album enthält kaum Füllmaterial, daher keine Anspiel-Tipps, gute Musik, alte Pfade, neue Begeisterung!

Schlussplädoyer: Wenn Rock 'N' Roll das Panorama unserer Sinne erhellt, müssen sich Spaß und Lebensfreude breitbeinig & einladend vor jedem Club postieren, dessen Innerstes uns mit diesem Sound verwöhnt. Es gibt Bands, die Dir ein fettes, überzeugtes Grinsen auf die alltagsgebeutelte Fassade pinseln könnten. The Legendary gehören ohne jegliche Abstriche zu ihnen, nur bringen sie es mit ihren Grooves außerdem fertig - ganz unbemerkt - Dein Heckteil in Schwingung zu versetzen, ob Du es nun möchtest oder nicht! Cooles Album!

 

Dirk

8,5/10 Talkern


VÖ: 19.5.2017 - Label: Cargo Review



 

MYRKUR - M - Review

Amalie Bruun ist Myrkur! Ein wenig erinnert mich diese Musik an Marie - Choeur Grégorien de Paris, einem Projekt, bei dem ausschließlich Gregorianische Choräle in ihrer Urform zum Besten gegeben werden, und zwar ebenfalls von einer Frau. Sehr düster und auf Dauer auch irgendwann zu eintönig.

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