1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



Suicidal Angels "Divide And Conquer" 2014 - Review

Vor einigen Jahren war es weiß Gott nicht üblich, auf der Suche nach Teilen der mächtigen Pandorabüchse des Thrash Metals in Griechenland Halt zu machen. Doch spätestens seit der 2012 veröffentlichen Langrille "Bloodbath" sind die Greek Thrasher von Suicidal Angels als Aushängeschild der Peleponnes in Sachen lauter, harter und dreckiger Musik verdammt ernst zu nehmen. Mit "Divide And Conquer" wird am 10. Januar 2014 der bereits fünfte Longplayer auf den Markt geschmissen, welcher wiederholt mit einem großartigen Coverartwork von Ed Repka verziert wurde.

In typischer Suicidal Angels Manier startet "Marching Over Blood" dann auch voll durch. Markante Riffs,  wie man sie von den Jungs gewöhnt ist, kombiniert mit dem eingängigen "I am marching over blood", machen den Opener unwiderruflich zu einer Thrash Granate der Extraklasse. "Seed Of Evil" lässt jedem Thrash Liebhaber das erste mal die Gänsehaut den biergeschwängerten Körper empor steigen. Dieses kompromisslose Midtempo-Gitarrenspiel ist einfach klasse und verschafft einem die ersten notorischen Zuckungen im Nackenbereich. Im Titeltrack "Divide And Conquer" legen Suicidal Angels dann nochmal eine Schippe drauf und kommen deutlich schneller daher, sodass dem Titel auch musikalisch in nichts nachgestanden wird. Neben nackenbrechenden Riffs spuckt Nick dem Hörer die Kriegserklärung förmlich ins Gesicht, sodass dieser sich schonmal in seinem hauseigenen Keller verbarrikadieren kann. Die beklemmende Stimmung, die in "Control The Twisted Mind" aufgebaut wird, ist fast greifbar. Mit einem kurzem Klassikpart, der dann sofort in Cleangitarrenriffs und später in den unverwechselbaren Thrash Metal von Suicidal Angels übergeht, wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der sich im Refrain mit einem lauthals rausgebrüllten CONTROL THE TWISTED MIND entlädt. So entsteht ein 6:56 Minuten langes Thrash Feuerwerk, dass das Metaljahr 2014 gebührend einläutet. Die Armee der Finsternis höchstpersönlich steigt dann entgültig mit "In The Grave" empor und schraubt jedem Thrash Metal Fan im Handumdrehen den Schädel von der Wirbelsäule. Was für ein geniales Stück! Bis zur Schmerzgrenze verzerrte Gitarren, dennoch eingängige Riffs und ein teufelsgleich ausgestoßener "Refrain" machen dieses Stück zu einem meiner Höhepunkt auf "Divide And Conquer". "Pit Of Snakes" schafft es allerdings noch mehr Aggressivität zu Tage zu fördern, sodass sich die logische Frage anschließt, ob sich die Angels nicht langsam mal abreagiert hätten?! Dieser Gedanke verpufft jedoch schnell, denn "Kneel To The Gun" kommt in Form eines Exekutionskommandos um die Ecke. Ein riffgewaltiger Midtempopart leitet den Song ein, bevor eine durchladende Knarre die Hochgeschwindigkeitphase ankündigt. Aber auch "Lost Dignity" und "White Wizard" stehen den vorangegangenen Thrash Meisterwerken in Nichts nach und setzen Maßstäbe in Sachen Geschwindigkeit und Rifforiginalität.

"Divide And Conquer" bestätigt, dass Suicidal Angels derweil zu den ganz Großen der Thrash Szene gehören. Mit mehr Alben dieser Qualität schaffen sie es in den nächsten Jahren vielleicht am Tron der mächtigen Thrash Giganten zu kratzen, in Griechenland haben sie diesen jedenfalls schon sicher.

Robby


 

Tracklist Suicidal Angels "Divide And Conquer" 2014 (49 min)

1. Marching Over Blood

2. Seed Of Evil

3. Divide And Conquer

4. Control The Twisted Mind

5. In The Grave

6. Terror Is My Scream

7. Pit Of Snakes

8. Kneel To The Gun

9. Lost Dignity

10. White Wizard


 

Bild & Cover: NoiseArt Records / rosenheim-rocks.de

A.R.G. - Redemption From Refaim - Review

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass diese Scheibe dieser Tage veröffentlicht wurde, so genial oldschoolig klingt das neue Werk der Finnen A.R.G., die nun schon seit 1987 - mit Unterbrechung - die Metal-Welt mit ihrem Death/Thrash bereichern.

Weiterlesen ...